Noch ist nichts verloren
28 Prozent reichen noch nicht

Laer -

Aber 100 Verträge müssen noch abgeschlossen werden, um die Bedingungen

Samstag, 27.07.2013, 10:07 Uhr

Hart gekämpft und trotzdem das Ziel von 40 Prozent nicht erreicht. So stellt sich die aktuelle Lage in Sachen Glasfasernetz für die Gemeinde Laer dar. Das geht aus einer Pressemitteilung der BORnet GmbH hervor. In dieser teilt Bornet-Geschäftsführer Stephan Klaus mit, dass das Ewaldidorf während der zweiten Fristverlängerung, die am vergangenen Samstag endete, nur 28 Prozent der anschließbaren Haushalte erreicht hat und noch 250 Verträge für einen wirtschaftlichen Ausbau benötigt werden.

Wie bereits der Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins, Gerrit Thiemann , in einem Gespräch mit den WN erklärt hatte, hat sich ein Unternehmen in Laer bereiterklärt, maximal 150 der fehlenden Verträge zu übernehmen. Mindestens 100 Verträge müssten demnach noch von den Bürgern der Gemeinde erbracht werden. Das Borkener Telekommunikationsunternehmen und die Deutsche Glasfaser als Investor haben Laer die Frist eingeräumt, diese fehlenden Verträge bis spätestens zum 31. August beizubringen.

Die Frage, ob das noch zu schaffen ist, konnte gestern auch Gerrit Thiemann nicht beantworten, der bereits am Donnerstagabend die Fraktionen des Gemeinderates und die Mitglieder der Bürgerinitiative telefonisch über die neueste Entwicklung informiert hat. „Wir müssen die Lage realistisch einschätzen“, bedauerte er, dass die Gemeinde es auch im zweiten Anlauf nicht geschafft hat, die erforderliche 40-Prozent-Marke zu knacken. Dabei sei die „Nachphase“ im Ewaldidorf recht positiv verlaufen. Doch die Mehrheit der Bürger habe anscheinend nicht die Notwendigkeit erkannt, dass Laer auf Dauer das schnelle Netz brauche, wolle es zukunftsfähig bleiben und mit anderen Gemeinden und Städten konkurrieren können.

Bei der Entscheidung, wie es jetzt weitergehe, seien der Rat und die Bürgerinitiative gefragt, die zusammenkommen müssten, um darüber zu befinden, erklärt Thiemann. „Wir stehen generell auch Lösungen, wie sie uns aus Laer vorgeschlagen wurden, positiv gegenüber. Gerne wollen wir dieses Angebot unterstützen“, zitiert die Bornet in ihrer Pressemitteilung den Investor.

Ausdrücklich lobt Stephan Klaus die gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Laerer Bürgerinitiative und deren Engagement. „Diese Unterstützung ist enorm wichtig und nur so ist ein Projekt erfolgreich“, betont der Bornet-Geschäftsführer. Zudem bezeichnet er das Gespräch, das Gerrit Thiemann stellvertretend für die Initiative und die Gemeinde mit der Bornet und dem Investor geführt hat, um gemeinsam eine Lösung zu suchen und zu finden, als „sehr offen und ehrlich“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1810708?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F174%2F1782656%2F1880004%2F
Nachrichten-Ticker