Zirkusconvention feiert zehnten Geburtstag
Logistische Meisterleistung

Laer -

Dazu werden am kommenden Wochenende rund 300 Teilnehmer in Laer erwartet. Hauptorganisatorin Elke Schuchtmann-Fehmer und ihre Helfer

Dienstag, 21.10.2014, 20:10 Uhr

„Jongleure sind eher Nachteulen. Akrobaten sind diszipliniert. Sie gehen früh ins Bett und essen regelmäßig“, beschreibt Elke Schuchtmann-Fehmer ihre Erfahrungen. Die gelernte Krankenschwester und vierfache Mutter muss es wissen, schließlich ist sie Initiatorin und Hauptorganisatorin der Laerer Zirkusconvention , die am kommenden Wochenende (24./25. und 26. Oktober) bereits ihren zehnten Geburtstag mit rund 300 Akteuren aus aller Welt feiert.

„Eigentlicher Höhepunkt für die Teilnehmer ist die Renegade am Freitagabend (24. Oktober) in der Dreifachturnhalle. Dabei handelt es sich um eine Sponti-Show, bei der die einzelnen Akteure ihre Kunststücke den Gleichgesinnten vom Fach vorstellen. Klatscht das Publikum, gibt es ein Getränk, wenn nicht, bleibt dieses aus. „Das ist immer eine tolle Atmosphäre und es kann schon mal richtig spät werden“, schildert die 56-Jährige ihre Eindrücke.

Am Samstag (25. Oktober) üben die Künstler, die in verschiedenen Klassenräumen der Werner-Rolevinck-Schule übernachten, dann fleißig weiter. Schließlich wollen sie ihrem Publikum am Abend eine tolle Show bieten. Dafür, dass die Akteure trotz ihres schweißtreibenden Übungen bei Kräften bleiben, sorgt in diesem Jahr wieder das „Haus Veltrup“, das zwei Abendessen für die Künstler vorbereitet. „Das sollte möglichst eiweißreich sein und viele Kohlenhydrate enthalten“, kennt Schuchtmann-Fehmer die Wünsche der jungen Leute. Mit Schrecken erinnert sie sich daran, dass das Essen im vergangenen Jahr schon am Freitagabend um 19.30 Uhr weggefuttert war. „Doch Tobi hat ganz schnell für Nachwuchs gesorgt“, lobt sie die Flexibilität des Gasthauses.

Improvisationstalent wird von allen Helfern gefordert, die dafür sorgen, dass die ZirkuLaer rund läuft. Immerhin ist es eine logistische Meisterleistung , die zahlreichen Besucher für ein Wochenende unterzubringen und zu versorgen. „Hätte ich meine Familie nicht, könnte ich das gar nicht machen“, bekennt Schuchtmann-Fehmer, die auf ihren Mann Martin und die Töchter Nora und Melanie zählen kann. Die kümmern sich mit anderen Helfern, die fast auch alle schon von Anfang an mit dabei sind, um das Frühstück, die Mahlzeiten zwischendurch, den Kartenverkauf, den Eintritt, die Musik, und alles, was sonst noch so anfällt.

Glücklicherweise hat sich im Laufe der Jahre viel Routine beim eingespielten Team entwickelt, das sich über Komplimente der Teilnehmer natürlich besonders freut. „Die meisten kommen gerne nach Laer “, berichtet Schuchtmann-Fehmer nicht ohne Stolz, dass die Künstler den Einsatz der Organisatoren und die Lokalität zu schätzen wissen.

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