Spannende Bewerber-Suche
„Wir spielen da mit offenen Karten“

Laer -

Die Kandidatensuche der SPD und der FDP für das Bürgermeisteramt in Laer per Zeitungsanzeige läuft nicht schlecht. So liegen vier Bewerbungen vor und es gibt drei Telefonanfragen. Das erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Rikels, der hofft, dass man Ende nächster Woche in dieser Frage weiter ist.

Mittwoch, 10.06.2015, 19:06 Uhr

„Ende nächster Woche kann ich mehr sagen“, zeigt sich Norbert Rikels überzeugt, dass die SPD und die FDP dann mit ihrer gemeinsamen Kandidatensuche für das Bürgermeisteramt weiter sind. Immerhin liegen den beiden Parteien bis jetzt insgesamt vier Bewerbungen vor. „Zudem gibt es drei telefonische Anfragen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Mit so einer positiven Bilanz hätten er und seine Mitstreiter gar nicht gerechnet, räumt der Genosse ein, froh zu sein, unter mehreren Bewerbern auswählen zu können. Einer der Kandidaten – dabei handelt es sich nur um Männer im Alter zwischen 37 und 53 Jahren, von denen zwei aus dem Umkreis und zwei von weiter weg kommen – habe sich bereits persönlich der Findungskommission vorgestellt. Weitere Vorstellungsgespräche, an denen jeweils drei Vertreter der FDP und der SPD teilnehmen, sollen in den nächsten Tagen folgen.

„Wir haben uns bewusst offen gehalten“, erklärt der Fraktionschef, dass die Bewerbungsfrist in der Zeitungsanzeige nicht zwingend zum 6. Juni abgelaufen ist. Vielmehr sei man in dieser Sache durchaus flexibel.

Fest steht allerdings das Profil, das die Liberalen und die Sozialdemokraten von den Kandidaten erwarten. „Gesucht wird eine dynamische, zielstrebige, verantwortungsbewusste, einsatz- und entscheidungsfreudige sowie durchsetzungsfähige Persönlichkeit, die mit Umsicht, Tatkraft, Verhandlungsgeschick und Organisationstalent in der Lage ist, in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat die Entwicklung unserer Gemeinde innovativ zu fördern und die finanziellen Herausforderungen zu meistern. Notwendige Kenntnisse auf dem Gebiet der kommunalen Selbstverwaltung und die für dieses Amt erforderliche Eignung, Befähigung und Sachkunde sind erwünscht“, heißt es im Ausschreibungstext.

„Wir brauchen jemanden, der über Verwaltungskenntnisse und Führungseigenschaften verfügt“, betont Rikels, dass das zu den wichtigsten Voraussetzungen gehört. Schließlich seien die politischen Verhältnisse im Gemeinderat nicht einfach und auch die finanzielle Lage stelle sich problematisch dar. Damit müsse ein möglicher Nachfolger für Amtsinhaber Detlev Prange umgehen können.

„Wir spielen da mit offenen Karten“, erklärt der Genosse bezüglich der aktuellen Situation, die jeder Bewerber kennen müsste. „Schließlich mache es keinen Sinn jemanden „ins offene Messer“ laufen zu lassen. Die Bewerber müssten schon wissen, worauf sie sich einlassen, immerhin müssten sie im Falle ihrer Wahl auch mit den Mehrheitsverhältnissen im Rat und allen anderen Schwierigkeiten umgehen können. Das bestätigt Marion Rikels. Wie die FDP-Fraktionsvorsitzende erläutert, sei es wichtig, dass der neue Mann (beziehungsweise die neue Frau, falls sich noch eine meldet) die Entwicklung der Gemeinde zielstrebig vorantreibe und die Verwaltung als modernes Dienstleistungsunternehmen nach den Zielen und Grundsätzen der Gemeindevertretung bürgernah, wirtschaftlich und leistungsorientiert leite.

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