Nach der Stichwahl
„Jetzt geht es langsam an die Arbeit“

Laer -

Während bei der FDP und SPD am Sonntagabend zusammen mit Peter Maier Feiern angesagt war, gab es bei der CDU, Detlev Prange und seinen Sympathisanten lange Gesichter. Tief sitzt der Frust und die Enttäuschung über den schlechten Ausgang der Stichwahl für den bisherigen Amtsinhaber.

Montag, 28.09.2015, 20:09 Uhr

Die ersten Glückwünsche zur gewonnenen Wahl bekam Peter Maier (Mitte) vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Norbert Rikels und der FDP-Fraktionsvorsitzenden Marion Rikels.
Die ersten Glückwünsche zur gewonnenen Wahl bekam Peter Maier (Mitte) vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Norbert Rikels und der FDP-Fraktionsvorsitzenden Marion Rikels. Foto: Sabine Niestert

Während bei der FDP und SPD am Sonntagabend zusammen mit Peter Maier Feiern angesagt war, gab es bei der CDU , Detlev Prange und seinen Sympathisanten lange Gesichter. Tief sitzt der Frust und die Enttäuschung über den schlechten Ausgang der Stichwahl für den bisherigen Amtsinhaber. Dieser machte gute Miene zum bösen Spiel und tröstete seine Tochter Caroline. Die 15-Jährige hatte ihren Vater ins dicht gefüllte Rathaus begleitet. Zur Seite stand ihm auch seine Frau Simone.

„Wir hätten uns natürlich etwas anderes gewünscht, aber wir müssen den Bürgerwillen akzeptieren“, bedauerte die CDU-Ortsvereinsvorsitzende Brigitte Nolte, dass sich ihr Favorit nicht gegen den Herausforderer Peter Maier durchsetzen konnte.

Dem Gewinner wünscht sie für seine künftige Arbeit viel Kraft und starke Nerven. Er habe die Messlatte sehr hoch gehängt. „Wir werden das im Auge behalten“, kündigte die Christdemokratin an, die Arbeit des neuen Bürgermeisters kritisch zu begleiten.

Peter Maier strahlte mit seinen Unterstützern um die Wette und nahm dankend die zahlreiche Glückwünsche entgegen. „Jetzt geht es langsam an die Arbeit“, kündigte der 52-jährige Bau- und Wirtschaftsingenieur aus Höchstadt-Aisch an, der gestern Mittag erst einmal nach Hause fahren wollte, um dort noch einiges zu regeln. In einer Woche werde er nach Laer zurückkehren und sich auf seinen Amtsantritt am 21. Oktober vorbereiten.

„Ich werde Gespräche mit allen Fraktionen aufnehmen“, kündigte Maier an. Zudem werde er sich mit dem Personal und dem Personalrat der Verwaltung zusammensetzen, um das weitere Vorgehen zu erörtern.

„Der Wahlkampf hat der Gemeinde nicht gut getan“, meinte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Elke Schuchtmann-Fehmer, zu den Zwistigkeiten der vergangenen Wochen. Sie hoffe, dass nun endlich wieder Ruhe einkehre und man politisch vernünftig miteinander arbeiten könne. Dass der Wahlkampf teilweise sehr „emotional gesteuert“ gewesen sei, meinte auch UBG-Fraktionschef Reinhardt Nippert.

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