Parkprobleme beim Kirchenbesuch
„Wildparker“ gefährden Leben

Laer -

Eng wird es „Am Bach“ insbesondere, wenn in der Matthäuskirche oder dem zugehörigen Gemeindezentrum Veranstaltungen stattfinden. Direkt auf dem Kirchengelände gibt es nur fünf Stellplätze. „Das muss sich ändern“, befand man im Bauausschuss. Nur wie?

Sonntag, 03.07.2016, 16:07 Uhr

Auf dem Gelände der Matthäuskirche gibt es nur fünf Stellplätze. Sie reichen meistens nicht aus, wenn Veranstaltungen im Gemeindezentrum stattfinden.
Auf dem Gelände der Matthäuskirche gibt es nur fünf Stellplätze. Sie reichen meistens nicht aus, wenn Veranstaltungen im Gemeindezentrum stattfinden. Foto: rgs

Wenn parkende Autos den Gehweg versperren, ist das ärgerlich und rücksichtslos – wenn parkende Autos aber einen Rettungseinsatz massiv behindern, ist das gefährlich und absolut nicht hinnehmbar. Auf Antrag der Unabhängigen Bürgergemeinschaft diskutierte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung über mögliche Lösungen für die seit langem bekannten Verkehrs- und Parkprobleme im Bereich der evangelischen Kirche.

Die Verkehrssicherheit auf der Straße „Am Bach“ wird „seit einiger Zeit in zunehmendem Maße erheblich durch parkende Fahrzeuge beeinträchtigt, die vermehrt auf den ausgewiesenen Bürgersteigen abgestellt werden“, stellte UBG-Fraktionschef Dr. Reinhardt Nippert im Ausschuss fest. Es sei bereits vorgekommen, dass „ein Rettungswagen nicht bis zum Einsatzort, der Pflegeeinrichtung Amabilis fahren konnte, da Autos auf beiden Seiten der Straße parkten“. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass hier schnell Abhilfe geschaffen werden muss.

Eng wird es „Am Bach“ insbesondere, wenn in der Matthäuskirche oder dem zugehörigen Gemeindezentrum Veranstaltungen stattfinden. Direkt auf dem Kirchengelände gibt es nur fünf Stellplätze. Nach dem Neubau der Kirche war zunächst geplant, weitere Stellplätze „Am Bach“ zu schaffen. Das wurde durch Änderung von Eigentumsverhältnissen unmöglich. „Es haben seitdem Grundstückstauschgeschäfte stattgefunden“, erklärte Bauamtsleiter Stefan Wesker . Besonders kritisch ist die Situation, wenn Fahrzeuge bis in den Kreuzungsbereich Bültstiege/Am Bach parken. „Dadurch wird die Einsicht in die Straße „Am Bach“ bei Abbiegeverkehr völlig verstellt und die ohnehin prekäre Verkehrssituation weiter verschärft“, betonte Nippert.

Die Gemeindeverwaltung hat im Gespräch mit der evangelischen Kirchengemeinde nach einer Lösung gesucht, die sich einfach und schnell umsetzen lässt. „Entlang der Straße Westfalenring gibt es genügend Freiflächen, die von den Kirchenbesuchern genutzt werden dürfen. Als Verbindung zur Kirche könnte man von dort einen zwei Meter breiten Fußweg schaffen“, stellte Wesker eine Variante vor. Der Fußweg würde von der Ecke Westfalenring/Bültstiege direkt auf das Kirchengelände führen. Mit 150 bis 200 Metern wäre die Strecke für die meisten Kirchgänger und Veranstaltungsbesucher durchaus zumutbar. Die Parkflächen direkt vor der Kirche könnten dann Gehbehinderten vorbehalten bleiben. Wie Wesker erläuterte, wäre die evangelische Gemeinde bereit, die Hälfte der Baukosten für den Verbindungsweg zu tragen.

Eine weitere denkbare Lösung wäre der Bau eines Parkplatzes an der Ecke Am Bach/Rolevinckstraße (frühere Vogelvoliere). Dieses Grundstück ist im Besitz der Gemeinde, aber nicht ausreichend groß. Ein Parkplatz könnte dort nur realisiert werden, wenn die Kommune die benachbarte Grünfläche dazukaufen würde.

Wenn keine Lösung greift und die „Wildparker“ weiterhin uneinsichtig bleiben, sieht der Bauausschuss nur eine Lösung: Parkverbotsschilder für den Bereich Bültstiege/Am Bach.

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