Laer
„Cool, ein Mann mit Bart“

Laer -

Um den gleichnamigen Maler geht es beim „Hundertwasserprojekt“ im Werkraum der Laerer Werner-Rolevinck-Grundschule. Darüber freuen sich besonders die Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen, die Kreativ-Werkstatt „Maus & Monster“ und die Gemeinde Laer, denn möglich wurde das bis Dezember andauernde Projekt durch eine NRW-Kulturrucksack-Sonderförderung.

Freitag, 09.09.2016, 16:09 Uhr

Die Mädchen und Jungen waren voller Tatendrang, als ihnen Ulrike Hallenberger im Rahmen des Kunstprojektes die künstlerischen Werkzeuge erklärte.  
Die Mädchen und Jungen waren voller Tatendrang, als ihnen Ulrike Hallenberger im Rahmen des Kunstprojektes die künstlerischen Werkzeuge erklärte.   Foto: Rainer Nix

Noch immer erinnert man sich an eine Persönlichkeit so bunt schillernd wie seine Bilder: „ Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser“. Mit solch einem Namen kommt niemand auf die Welt. Genau genommen hieß der 1928 in Wien geborene und im Jahre 2000 auf der „Queen Elizabeth II“ vor Brisbane/Australien verstorbene Künstler schlicht „Fritz Stowasser“.

Um diesen Maler geht es beim „ Hundertwasserprojekt “ im Werkraum der Laerer Werner-Rolevinck-Grundschule. Darüber freuen sich besonders die Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen , die Kreativ-Werkstatt „Maus & Monster“ und die Gemeinde Laer, denn möglich wurde das bis Dezember andauernde Projekt durch eine NRW-Kulturrucksack-Sonderförderung.

Rund zehn Kinder ab zehn Jahren sind mit dabei, am Donnerstag fiel der Startschuss. Matonina, Sarah, Jonathan, Resi und all die anderen waren gespannt. Leiterin Ulrike Hallenberger von „Maus & Monster“ zeigte den Teilnehmern zunächst ein Foto des Künstlers. „Cool, ein Mann mit Bart“, lautete eine spontane Reaktion.

Die Kinder erfuhren, dass der Künstler Briefmarken liebte. Seine Spezialität war es, Bilder so zu malen wie andere Künstler Briefmarken gestalteten. Der fantasiereiche Künstlername „Friedensreich Hundertwasser“ sollte die Mädchen und Jungen dazu inspirieren, sich selbst mit Pseudonymen zu schmücken. Das setzte bereits viel Kreativität frei. So reichten die Vorschläge von „Fritz Wunderlich“ bis hin zu „Daniel Jonathanus Darius“.

„Es geht darum, sich mit diesem Künstler und seinen zahlreichen offenen Ideen auseinanderzusetzen“, erläuterte Hallenberger. Seine Philosophien lauteten unter anderem „Jeder Mensch ist einzigartig“ oder auch „Schönheit ist das Allheilmittel gegen Traurigkeit“.

Die Projektteilnehmer wurden weiter aktiv und malten mit zehn Bleistiften gleichzeitig sowie mit Schaschlik­stäben, alten Kämmen und Federn. Das hätte Hundertwasser bestimmt gefallen.

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