Laer
Konrad-Huster-Ära endet golden

Laer -

Nach 15 Jahren hat sich Konrad Huster aus der Leitung der Fahrradtouren des Heimatvereins Laer während eines Ausflugs, der um die Gemarkung Laer führte, verabschiedet. Zu seiner Freude konnte der 77-Jährige dazu über 30 Teilnehmer begrüßen. Darunter befanden sich auch Pastor Andreas Ullrich, Bürgermeister Peter Maier und sein Vorgänger Detlev Prange.

Freitag, 04.11.2016, 18:11 Uhr

Vor dem Haus Rollier begrüßt Konrad Huster (r.) die Teilnehmer der Tour rund um die Gemarkung von Laer. Zu den prominenten Gästen gehören Detlev Prange, Pastor Andreas Ullrich und Bürgermeister Peter Maier (kleines Foto v.l.).
Vor dem Haus Rollier begrüßt Konrad Huster (r.) die Teilnehmer der Tour rund um die Gemarkung von Laer. Zu den prominenten Gästen gehören Detlev Prange, Pastor Andreas Ullrich und Bürgermeister Peter Maier (kleines Foto v.l.). Foto: Niestert

Das Wetter meint es gut mit Konrad Huster . Zu seiner Abschiedstour mit der Radelgruppe des Laerer Heimatvereins präsentiert sich der letzte Samstag im Oktober golden. Über 30 Teilnehmer erweisen dem 77-Jährigen, der 15 Jahre die Hobbyradler angeführt hat, die Ehre. Unter ihnen befinden sich auch Pfarrer Andreas Ullrich, Bürgermeister Peter Maier und sein Vorgänger Detlev Prange. „Das ist Tradition“, erklärt Konrad Huster, dass es diese Tour um die Gemarkung von Laer bereits in 2009 mit Pfarrer Johannes Gospos, dem damaligen frisch gewählten Bürgermeister Detlev Prange und seinem Vorgänger Dr. Hans-Jürgen Schimke gegeben hat.

Nun ist die neue „Führungsriege“ der kirchlichen und kommunalen Gemeinde am Start. Das Trio mischt sich unter die Hobbyradler. Die meisten von ihnen sind mit E-Bikes und viele von ihnen auch mit Helmen ausgestattet, denn die Strecken sind nicht ohne. Rund 50 Kilometer sollen es bei der Abschiedstour sein, die vor dem Haus Rollier beginnt und in Richtung Wieske führt, vorneweg Konrad Huster, der die gesamte Strecke ohne Motor zurücklegt. Und die hat es besonders im zweiten Teil nach dem Mittagessen am Pilz am Waldfriedhof in der Alst in sich. So geht es über Stock und Stein sowie lehmige enge Wege, wobei die Radfahrer ordentlich durchgeschüttelt werden. Doch das scheint keinen zu stören.

„Gut, dass ich mein Fahrrad noch nicht geputzt habe“, ist Detlev Prange froh, sich diese überflüssige Arbeit erspart zu haben. Denn erst nach dem Ausflug macht der Putzdienst richtig Sinn. Die erfahrenen Hasen wissen das längst und die neuen Gesichter lernen es schnell. Unter ihnen ein junges Paar aus Holthausen . Mit 47 Jahren scheint die Frau zu den Jüngsten der Truppe zu gehören. Gefolgt vom ehemaligen Bürgermeister, der mit seinen 48 Jahren recht sportlich ohne Motor unterwegs ist.

Wacker schlägt sich auch Pfarrer Ullrich. Als waschechter Münsteraner tritt der 51-Jährige mit einem Hollandrad an. Seine Gangschaltung will nicht richtig funktionieren. Trotzdem setzt sich der Seelsorger immer wieder an die Spitze, schließlich muss jeder sein Tempo fahren, um nicht zu ermüden.

Das Schlusslicht bildet Reinhold Vinnenkötter aus Holthausen. Er achtet darauf, dass niemand verloren geht und macht sich mit einer Hupe bemerkbar, als einer der Teilnehmer mit einem Platten zurückfällt. Zig Männer ziehen ihr Flickzeug, um zu helfen.

Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Offenheit zeichnet die große Radelgruppe aus, in der sich die meisten gut zu kennen scheinen. So radeln sie seit 2011 regelmäßig mit Konrad Huster, dem sie schmunzelnd nachsagen, mit dem Rad auf die Welt gekommen zu sein. „Ohne kann der doch gar nicht“, fragen sich seine Fans, was der zweifache Familienvater ohne die regelmäßigen Touren macht.

Dass es diese auch weiterhin geben wird, bestätigt während des abschließenden Kaffeetrinkens im Haus Rollier Heimatvereinsvorsitzender Karl Wilmer. Sprecher für die Radelgruppe ist Linus Stalbold, der von Maria Kemna und anderen Mitstreitern unterstützt wird. So sollen die Vor­be­reitungs- und Durchführungsarbeiten künftig auf mehrere Schultern verteilt werden.

„Durch Dich haben wir viele neue Mitglieder gewonnen“, dankt der Vorsitzende seinem Heimatvereinskollegen, der nur nach einer Hüft-Operation mal aussetzen musste. Als Erinnerungsgeschenk gibt es neue Satteltaschen und einem Gutschein vom „Haus Veltrup“, dessen Umsetzung der Geehrte mit seiner Frau Brunhilde, die oft auf ihn verzichten musste, umsetzen soll.

Während eines Bildervortrags erinnern sich die Kaffeegäste an die 355 Touren der vergangenen 15 Jahre, die sie zusammengeschweißt haben. Die tolle Gemeinschaft genießt auch Bürgermeister Maier, der mit einem E-Bike der Gemeinde unterwegs ist. Freimütig bekennt er, das Fahrradfahren nicht unbedingt sein Ding ist. Lieber wäre ihm das Motorrad, was er inzwischen aber verkauft habe. Um so mehr freut sich Konrad Huster, dass der Franke aus Bayern dabei ist. Allerdings setzt dieser sich nach dem mittäglichem Grillen ab, weil der Akku seines Gefährtes schwächelt. Zum abschließenden Kaffeetrinken mischt Maier sich wieder unter die Radler, die hoffen, dass es noch oft „Gut Fahrt, gut Rad, kein Platt“ heißt.

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