Freunde von Tikondane ziehen Bilanz
Hilfe zur Selbsthilfe

Laer -

Zur Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde von Tikondane“ war Elke Kroeger-Radcliffe, die Leiterin und Gründerin der Einrichtung Tikondane in Sambia nach Laer gekommen, um den Anwesenden von der Entwicklung im vergangenen Jahr zu berichten. Wie sie erklärte, hat Tiko einige Gebäude renoviert, beziehungsweise neu gestrichen. Das sei notwendig gewesen, weil es kürzlich Überschwemmungen durch heftige Regenfälle gegeben habe und einige Hütten und Dächer dadurch stark beschädigt worden seien.

Sonntag, 23.04.2017, 14:04 Uhr

Während der Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde von Tikondane“ im Haus Rollier berichtete Elke Kroeger-Radcliffe (r.) von der Entwicklung im vergangenen Jahr.
Während der Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde von Tikondane“ im Haus Rollier berichtete Elke Kroeger-Radcliffe (r.) von der Entwicklung im vergangenen Jahr.

„Tiko soll ein Schulungszentrum für Landwirtschaft und Gartenbau werden. Eine Anerkennung als NGO wird erwartet“, berichtete Elke Kroeger-Radcliffe , Das Projekt sei auf fünf Jahre ausgelegt und sollte Tiko dabei helfen, die Nachhaltigkeit zu verbessern und das Einkommen von 20 Frauen vor Ort zu sichern. Sie würden dadurch in die Lage versetzt, sich auch sozial weiter zu engagieren, weil sie beispielsweise für viele Waisenkinder sorgten.

Auf dem Gelände von Tiko soll eine weiterführende Privat-Schule eingerichtet werden. Unter anderem ist geplant, traditionelle Techniken und Fertigkeiten zu unterrichten und einen Schulgarten in Permakultur zu bewirtschaften. Ausländische Besucher sind in den Klassen willkommen.

Elke Kroeger-Radcliffe ist Mitglied einer Gruppe des Bischofs von Katete, die sich den Kampf gegen die Unter- und Mangelernährung in Sambia zur Aufgabe macht. Die Gegend um Katete ist nicht nur eine der ärmsten der Welt, sondern es besteht auch weitgehend Unwissenheit über eine ausgewogene Ernährung. „Da Tiko bereits daran arbeitet, hier praktische Hilfe und Anleitung zu geben, hofft man, dass die GIZ Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit demnächst die Programme von Tiko unterstützt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Eine neue Einkommensquelle sei die Vermarktung von selbst hergestellten landwirtschaftlichen Produkten.

Helmut Hagemann berichtete über die finanzielle Situation des Vereins. Mit Spenden aus ganz Deutschland kamen mehr als 17 000 Euro in 2016 zusammen. Der größte Teil wurde inzwischen an Tiko ausgezahlt. Der vom Finanzamt Steinfurt anerkannte Förderverein stellt Spendenbescheinigungen für geleistete Spenden aus und ist stolz darauf, dass alle Gelder zu Hundert Prozent an die Bedürftigen weitergeleitet werden.

Elke Kroeger-Radcliffe bedankte sich für die geleistete Hilfe. Da das Spendenaufkommen aus Australien inzwischen rückläufig ist, kommt vom deutschen Verein „Freunde von Tikondane“ jetzt der größte Spendenanteil. Dieses Geld wird dringend zum Überleben, aber auch als Hilfe zur Selbsthilfe gebraucht.

Weitere Infos zu diesem Thema finden sich unter www.tikondane.de.

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