Grundschule soll saniert werden
Zwei Millionen für die Schule

Laer -

Die Werner-Rolevinck-Grundschule ist in die Jahre gekommen. Der 1972 errichtete Bau bedarf dringend einer Sanierung und Modernisierung. Außerdem herrscht Platzmangel, das Raumangebot für Grundschule und Offene Ganztagsschule entspricht nicht mehr den Anforderungen.

Freitag, 30.06.2017, 08:06 Uhr

Die Werner Rolevinck-Grundschule wurde 1972 ursprünglich als Hauptschule errichtet. Nun ist eine Sanierung fällig.
Die Werner Rolevinck-Grundschule wurde 1972 ursprünglich als Hauptschule errichtet. Nun ist eine Sanierung fällig. Foto: egina Schmidt

Die Planungen für die notwendige Umgestaltung laufen, ein erstes Konzept liegt nun vor.

„Der Vorentwurf des Laerer Architekturbüros Jörn Jacobs umfasst alle drei Nutzungsbereiche der Schule“, sagt Bürgermeister Peter Maier . Neben der Grundschule und der OGS nutzen auch verschiedene Vereine Teile des Gebäudes. Im Altbau sind der Kinder-und Jugendtreff, die Kindergruppe „Wunderland“ und weitere Vereine untergebracht.

Das neue Konzept besteht aus vier Modulen: Neubau eines Traktes mit Klassenräumen, Neubau einer Mensa, Sanierung des Innenbereiches und Umgestaltung der Außenanlagen. „Die Mensa würde etwa 100 Quadratmeter groß und direkt an den OGS-Bereich angebaut“, erklärt Maier.

Sie soll ausschließlich schulischen Zwecken dienen. Die Größe schließe eine weitergehende Nutzung als Veranstaltungsraum aus. Unumgänglich seien Sanierungsmaßnahmen wie beispielsweise die Erneuerung der Heizungsanlage oder die Verbesserung der Dämmung zur Energieeinsparung.

Für die Gestaltung des Schulhofs biete der Entwurf neue Möglichkeiten: „Durch den Anbau der Mensa und des Klassentrakts entsteht ein U-förmiger, geschützter Bereich, der nicht mehr so leicht einsehbar und zugänglich ist“, erklärt Maier. Die Freifläche bleibe dennoch groß genug und könne attraktiver gemacht werden. „Es sollen eigene Spiel- und Aufenthaltsbereiche für die verschiedenen Altersgruppen geschaffen werden, auch für die Jugendlichen. Ein Bolzplatz und ein Schulgarten könnten angelegt werden. Die Skaterbahn würde integriert“, schildert der Bürgermeister die Ideen.

Angesichts der schwierigen Haushaltslage der Gemeinde will Maier das Projekt so preisgünstig wie möglich umsetzen: „Ich veranschlage zwei Millionen Euro Gesamtkosten. Das ist sehr knapp bemessen, müsste aber machbar sein.“ Es gehe nicht um eine „Luxussanierung“, sondern um notwendige und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen. Bedenken müsse man allerdings nicht nur die reinen Baukosten, sondern die hohen Planungs- und Nebenkosten. 1,3 Millionen Euro sollen durch schon vorhandene Fördermittel finanziert werden.

Der Architektenentwurf soll im Bauausschuss am 5. Juli beraten werden, eine Entscheidung wird der Gemeinderat im Herbst fällen. „Das Konzept muss noch verfeinert und die Finanzierung geklärt werden“, betont Maier, und das immer in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Im Arbeitskreis, der das Raumkonzept für die Schule erarbeitet hat, stießen die Pläne bereits auf Zustimmung. „Der Entwurf ist für die Grundschule und die OGS optimal und ich wünsche mir sehr, dass die politischen Gremien zustimmen“, sagt Schulleiterin Ingrid Hajou.

Bürgermeister Peter Maier sieht die Umsetzung optimistisch: „Wir könnten den ersten Abschnitt, den Neubau des Klassentraktes, schon Mitte 2018 verwirklichen und im Frühjahr 2020 komplett fertig sein.“ Die Projektleitung hat er persönlich übernommen.

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