Ein inspirierender Ausflug
Auf den Spuren der Droste

Laer -

Über zwei Brücken, wie es für westfälische Adelssitze üblich ist, gelangten die 22 Senioren der Gruppe „Wir ab 60“ Holthausen-Beerlage zur Wasserburg Hülshoff mit dem Droste-Museum.

Donnerstag, 06.07.2017, 17:07 Uhr

22 gut gelaunte Senioren besuchten Burg Hülshoff und ließen sich vom Geist der Anlage inspirieren.
22 gut gelaunte Senioren besuchten Burg Hülshoff und ließen sich vom Geist der Anlage inspirieren. Foto: nn

Über zwei Brücken, wie es für westfälische Adelssitze üblich ist, gelangten die 22 Senioren der Gruppe „Wir ab 60“ Holthausen-Beerlage zur Wasserburg Hülshoff mit dem Droste-Museum. Sie gilt als eine der romantischsten westfälischen Wasserburgen.

Kurzweilig und lebhaft berichtete Margit Dohrenbusch vom Museum über die Vorfahren, das Leben und die Werke der bedeutendsten deutschen Dichterin Annette von Droste Hülshoff und das Leben der münsterschen Adelsfamilie vor über 200 Jahren.

Die krankheitsanfällige, kleine Annette erwies sich als Kind schon als eigensinniges Energiebündel. „Heute würde man sagen, Annette hatte ADHS“, war sich Dorenbusch sicher.

Als Kind aufgeklärter Eltern habe sie ihre Energie nicht nur zum Lernen von Klavier- und Orgelspiel nutzen können. Mit ihren beiden Brüdern habe sie Unterricht von Hauslehrern erhalten und früh zu schreiben begonnen.

Allein von der „Judenbuche“ (1842) sind mehr als acht Millionen Exemplare verkauft worden. Berühmt ist sie auch für ihre westfälische Landschaftslyrik, darunter die bekannte Ballade vom „Knaben im Moor“. Ihre künstlerischen Talente waren vielfältig. Auf Burg Hülshoff verbrachte Annette 30 Jahren ihres kurzen Lebens, bevor sie mit ihrer Mutter und Schwester Jenny nach dem Tod ihres Vaters zum Rüschhaus, das wie die Burg im Krieg unzerstört blieb, übersiedelte.

Hier soll Annettes Amme auch nach über 200 Jahren noch über das Haus wachen, berichtete Margit Dohrenbusch mit einem Augenzwinkern.

Bevor die Senioren sich im Burgkeller stärkten, besuchten sie die kulturhistorisch bedeutsame neugotische Kapelle, in der heute standesamtliche Trauungen vorgenommen werden und machten einen Spaziergang durch die herrlichen Park der Burganlage.

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