Zukunft von Laer im Blick
Nicht weniger, aber älter

Laer -

Auf positive Resonanz stieß im Ewaldidorf der erste „Bayerische Aschermittwoch“ des Bürgermeisters mit Unternehmerfrühstück.

Mittwoch, 14.02.2018, 17:02 Uhr

Beim ersten Laerer „Bayrischen Aschermittwoch“ war Bürgermeister Peter Maier ein aufmerksames Publikum sicher. Er erklärte, dass dank des Engagements vieler Bürger Laer auf einem guten Weg sei.
Beim ersten Laerer „Bayrischen Aschermittwoch“ war Bürgermeister Peter Maier ein aufmerksames Publikum sicher. Er erklärte, dass dank des Engagements vieler Bürger Laer auf einem guten Weg sei. Foto: Rainer Nix

Auf positive Resonanz stieß im Ewaldidorf der erste „Bayerische Aschermittwoch“ des Bürgermeisters mit Unternehmerfrühstück. Im „Waldschlösschen“ begrüßte Peter Maier zahlreiche Unternehmer, Vereinsvertreter und weitere Laerer Bürger bei der neuen Veranstaltung, die auch im nächsten Jahr wieder auf dem Programm stehen soll. Er dankte allen, die sich im vergangenen Jahr mit großem Engagement zum Wohl der Kommune eingebracht haben.

Es wurde ein gelungener Mix aus komprimierter Information über aktuelle kommunalpolitische Themen, Unterhaltung und persönlichem Austausch. Kulinarisch servierte die Gaststätte stilgerecht „Weißwurst mit Brezeln“.

Großes Thema war die nachhaltige positive Entwicklung des Ortes für kommende Generationen. Die drei entscheidenden Säulen sind entsprechendes Finanzmanagement, Integration von Neubürgern und Klimaschutz.

Der Klimaschutzbeauftragte Daniel Matlik referierte zum integrierten kommunalen Entwicklungskonzept, kurz IKEK. „Wir werden nicht weniger, dafür aber älter“, sagte er. So gehöre zur Gesamtstrategie einer zukunftsorientierten Kommune, die Infrastruktur zu stärken und die Lebensqualität zu sichern. Es gelte darüber hinaus, die Vielfalt dörflicher Lebensformen in Gestalt von Nachbarschaften-, Vereinen und attraktiver Freizeitangebote zu erhalten. In den Prozess der mittelfristigen Entwicklung beider Ortsteile sollen die Bürger mit einbezogen werden.

„Wir haben die erforderliche Anschlussquote bei Glasfaser fast erreicht“, sagte Maier zum Thema „schnelles Internet“ im Innenbereich der Gemeinde. „Für den Glasfaserausbau im Außenbereich bekommen wir 4,2 Millionen Euro durch eine Cofinanzierung von Bund und Land ohne Einsatz von Eigenmitteln“, so der Bürgermeister weiter.

Er hob noch einmal die Bedeutung für Home-Office-Arbeitsplätze und die Zukunftssicherung landwirtschaftlicher Betriebe hervor. „Ohne diese Förderung hätte jeder Landwirt im Mittel 16 000 Euro für einen Glasfaseranschluss aufwenden müssen“, betonte der erste Mann der Gemeinde.

Seine Ansprache enthielt weitere Erfolgsmeldungen. Der Erhalt des Kindergartens Holthausen ist durch „zukunftsweisende Optimierung“ dauerhaft gesichert, die Neugestaltung des Friedhofes hat begonnen. Durch nachhaltiges Finanzmanagement sei in 2016 ein Überschuss von 376 000 Euro erzielt worden. Für 2017 könne die Gemeinde einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen, was auch die Konsequenz einer mutigen Anpassung der Grundsteuer B gewesen sei.

„Jedoch möchte ich die Grundsteuer B wieder senken“, so Maier. Am Freisenbrock sei es ihm gelungen, eine Fläche von 80 000 Quadratmetern zu kaufen. „Das bietet die Grundlage einer sehr positiven wirtschaftlichen Weiterentwicklung durch zirka 110 Parzellen für rund 100 Einfamilien- und zehn Mehrfamilienhäuser“, sagte der Bürgermeister.

Weitere wichtige Projekte, für die bereits „erhebliche Vorarbeiten geleistet“ wurden, sind unter anderem der Neubau eines Kindergartens für drei Gruppen, die Sanierung der Werner-Rolevinck-Schule, die Entwicklung neuer Gewerbeflächen sowie der Neubau der Straßen „Am Bült“ und „Ewaldigrund“, sowie die Förderung der Windenergie durch einen Teilflächennutzungsplan. Insgesamt lobte Maier das große Engagement der Verwaltungsmitarbeiter und aller Ehrenamtlichen. Ein besonderer Dank ging an die Adresse von Gerrit Thiemann vom Dorfmarketingverein.

Gastredner aus Altenberge war Wirtschaftsförderer Sebastian Nebel, der die Notwendigkeit der Wirtschaftsförderung in kleinen Kommunen vor Augen führte.

Im Unterhaltungsteil wurden Video-Aufzeichnungen verschiedener Künstler eingespielt, so der bayerischen Mundart Singer- und Songwriterin Claudia Koreck, der fränkischen Originale „Waltraud und Mariechen“ sowie des unvergessenen österreichischen Entertainers Peter Alexander.

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