Ein neues Gesicht
Innere Stimme und Gottvertrauen

Laer -

Anne-Marie Eising verstärkt seit dem 1. März das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi. Am Wochenende stellt sich die neue Pastoralreferentin in den Gottesdiensten den Gläubigen vor. Die 49-Jährige, die sich auf ihre neuen Aufgaben freut, hat ihr Büro im Pfarrhaus.

Montag, 05.03.2018, 15:03 Uhr

Schon seit 20 Jahren begleitet Anne-Marie Eising dieses Bild mit dem Titel „Gehorsam“. Allerdings handele es sich dabei nicht um Unterdrückung oder Unfreiheit, so die Pastoralrefentin, vielmehr erinnere es sie daran, was Gott ihr sagen will.
Schon seit 20 Jahren begleitet Anne-Marie Eising dieses Bild mit dem Titel „Gehorsam“. Allerdings handele es sich dabei nicht um Unterdrückung oder Unfreiheit, so die Pastoralrefentin, vielmehr erinnere es sie daran, was Gott ihr sagen will. Foto: abi

Über Verstärkung für das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi durch Pastoralreferentin Anne-Marie Eising freut sich Pfarrer Andreas Ullrich. Am Wochenende wird sich die 49-Jährige, die am 1. März ihren Dienst vor Ort angetreten hat, in den Gottesdiensten in Laer und Holthausen den Gläubigen vorstellen.

Einen Besuch in ihrem Büro im Pfarrhaus stattete diese Zeitung der ehemaligen Sozialversicherungsfachangestellten, die vor 17 Jahren ihren Beruf wechselte, im Vorfeld ab. „Es passte einfach nicht mehr“, begründet Anne-Marie Eising, ihren damaligen Schritt, mit 33 Jahren diesen neuen Weg zu gehen. Die damalige Entscheidung, sich zur Pastoralreferentin ausbilden zu lassen, hat die neue Kraft, die in Hamm geboren und aufgewachsen ist, bisher nicht bereut. Ganz im Gegenteil, die gläubige Christin hat Spaß daran, „Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen und sie für ihn zu gewinnen“. Das hat die 49-Jährige in ihrer letzten Predigt in der Kirchengemeinde St. Otger in Stadtlohn betont, in der sie über elf Jahre gearbeitet hat. Der Abschied ist ihr schwer gefallen, denn schließlich hat die Pastoralreferentin sich dort wohl gefühlt. Außerdem ist es nicht einfach, die Weichen mit fast 50, in der mancher schon an die Rente denkt, noch mal neu zu stellen.

Doch die Frau, die bei schweren Entscheidungen stets auf ihre innere Stimme hört und dabei auf Gott vertraut, ging dieses Wagnis „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ ein.

Aus persönlichen Gründen entschied Eising sich für den neuen Wirkungsort, an dem ihre fast 80-jährige Mutter, die seit über einem Jahr Witwe ist, lebt. In ihrem Haus am Glatzer Weg richtet sich die Tochter zurzeit eine Wohnung ein. Sobald diese fertiggestellt ist, hat auch das tägliche Pendeln von Stadtlohn nach Laer ein Ende. Um ihrer Mutter beizustehen, aber auch, weil es in der Nähe einige Freunde, Bekannte und Verwandte gibt, hat die Pastoralreferentin sich für Laer entschieden, als sie in einem Perspektivgespräch mit dem Bistum hörte, dass dort eine Stelle frei wird.

„Das ist eine Win-Win-Situation“, meint die 49-Jährige, für die es auf Dauer so leichter ist, diese privaten Kontakte aufrechtzuerhalten. Welche Aufgaben sie künftig in der neuen Kirchengemeinde übernimmt, weiß sie noch nicht. Vakant ist zur Zeit die Stelle von Pastoralreferentin Bertha Weishaupt, die sich in Elternzeit befindet, und danach mit halber Stelle zurückkehrt.

In St. Otger war Eising im Predigt- und Beerdigungsdienst tätig, hat Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet, die Pfadfinder sowie den Kleinkinderandachtskreis geleitet und als geistliche Begleiterin der Kfd fungiert. Während die Mitarbeiterin es dort mit einem fast zehnköpfigen Seelsorgeteam zu tun hatte, muss der leitende Pfarrer von Laer, Holthausen und der Beerlage mit deutlich weniger Personal auskommen. Deswegen ist Pfarrer Ullrich froh über die zusätzliche Kraft, die sich wiederum auf ihre neuen Aufgaben freut und gespannt auf die neue Gemeinde ist.

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