Diamantene Hochzeit im Haus Rickmann
Niemals mit dem Kopf durch die Wand

Laer -

Die Glückwünsche der stellvertretenden Landrätin Gisela Köster und des stellvertretenden Bürgermeisters Gerrit Thiemann zu ihrer diamantenen Hochzeit konnten jetzt Sigrid und Josef Rickmann aus entgegennehmen. Die beiden kamen sich auf einem Schützenfest näher und genießen seitdem ihre Zweisamkeit. Zur Familie gehören drei Kinder und fünf Enkelkinder, die sich mit dem Jubelpaar freuten.

Freitag, 24.08.2018, 16:02 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 24.08.2018, 16:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 24.08.2018, 16:02 Uhr
Zu den ersten Gratulanten beim diamantenen Paar Sigrid und Josef Rickmann gehörten die Familienangehörigen sowie die stellvertretende Landrätin Gisela Köster (3.v.r.) und der stellvertretende Bürgermeister Gerrit Thiemann (r.).
Zu den ersten Gratulanten beim diamantenen Paar Sigrid und Josef Rickmann gehörten die Familienangehörigen sowie die stellvertretende Landrätin Gisela Köster (3.v.r.) und der stellvertretende Bürgermeister Gerrit Thiemann (r.). Foto: Rainer NIx

Für Sigrid Rickmann, geborene Dreilich, war es ein weiter Weg von ihrer Heimatstadt ins Ewaldi­dorf. Geboren in Schön-Ellguth, Schlesien, verschlug sie der Krieg nach Laer. „Wir hatten nichts als einen Rucksack mit den notwendigsten Habseligkeiten“, erinnert sich die Seniorin. Doch in jedem Neuanfang liegen auch Chancen. Im Ewaldidorf fand die damals junge Frau ihre große Liebe Josef Rickmann. Mit ihm ist sie jetzt 60 Jahre verheiratet und beide freuen sich sehr über ihre Diamanthochzeit.

Dazu begrüßten die Eheleute zahlreiche Gratulanten. Als Vertreterin des Kreises Steinfurt überbrachte die stellvertretende Landrätin Gisela Köster Glückwünsche und Geschenke. Für die Gemeinde Laer gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Gerrit Thiemann mit einem bunten Blumenstrauß.

„Auf einem Schützenfest kamen wir uns näher“, erinnert sich die Jubilare. Vorher sah man sich aber bereits flüchtig, denn Josef war der Freund eines Nachbarn von Sigrids Zwillingsschwester und deren Mann. Manchmal sind die Pfade Amors ein wenig verschlungen.

„Ich lernte das Schreinerhandwerk“, beschreibt Josef Rickmann den Beginn seiner beruflichen Laufbahn. Als Zimmermann auf einer Baustelle beschäftigt, kam ihm plötzlich die Idee, auf Lkw-Fahrer umzusatteln. Doch nach der Hochzeit und später mit drei Kindern war es an der Zeit, häuslicher zu werden und nicht mehr als Fernfahrer durch die Lande zu fahren. So wechselte der Senior abermals den Job und arbeitete als Auslieferungsfahrer bei einem Möbelhersteller in Havixbeck, bevor er Bote bei der Landeszentralbank in Münster wurde.

Auch seine Frau brachte sich beruflich mit ein. Ihre Stationen waren die Stickerei Cloppenburg und die Steppdeckenfabrik Möllers. In der Freizeit, die es nicht gerade reichlich gab, machte der Diamantbräutigam gerne im Schützenverein mit. Einmal schoss er sogar den Vogel ab. Karten dreschen im Club, war ebenso ein tolles Hobby ebenso wie Karneval. „Der 11.11. war für mich immer ein ganz besonderes Datum“, berichtet Josef Rickmann.

Beim Laerer Karneval glänzte er als Büttenredner und war auch immer gern bereit, Hand anzulegen, wenn er gebraucht wurde. Ehefrau Sigrid war Mitglied der Kfd. „In der Karnevalssession musste die Familie manchmal auf meinen Mann verzichten“, sagt sie augenzwinkernd.

60 gemeinsame Jahre – wo liegt das Geheimnis? „Man muss auch mal in der Lage sein, Probleme auszudiskutieren“, sagen beide. „Ein klares Wort zur rechten Zeit ist immer das Beste und niemals mit dem Kopf durch die Wand wollen.“

Heute gehören fünf Enkelkinder zur Familie, die sich mit dem Paar freuen.

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