Terup wird zur Oldiemeile
Schönheiten auf vier Rädern

Laer -

Wahre Schönheiten auf vier Rädern präsentierten sich beim fünften Oldtimertreffen, zu dem die Klassikfreunde von Laer und Umgebung auf das Gelände des Autohauses Treus am Terup und entlang dieses Straßenzuges eingeladen hatten. Bei schönstem Wetter glänzten das Chrom und Blech der beeindruckenden „Schlitten“ um die Wette in der Sonne.

Donnerstag, 06.09.2018, 16:10 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 04.09.2018, 14:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 16:10 Uhr
Der „Triumph 1800 Roadster“ aus dem Jahr 1947 gehörte beim fünften Oldtimertreffen am Autohaus Treus in Laer am Sonntag sicher zu den schönsten Exponaten.
Der „Triumph 1800 Roadster“ aus dem Jahr 1947 gehörte beim fünften Oldtimertreffen am Autohaus Treus in Laer am Sonntag sicher zu den schönsten Exponaten. Foto: Nix

Bewundernde Blicke, aber auch technische Fachsimpeleien ohne Ende prägten am Sonntag das fünfte Oldtimertreffen in Laer. Zahlreiche alte „Schätzchen“ spiegelten auf dem Gelände des Autohauses Treus am Terup und entlang dieses Straßenzuges die Automobilgeschichte längst vergangener Jahrzehnte wider.

„Mit dem brauchst Du in kein Parkhaus fahren“, sagte ein Enthusiast, als er den „Cadillac Eldorado“ aus dem Jahr 1976 erblickte. Der amerikanische Straßenkreuzer misst nahezu sechs Meter Länge, ihn zu manövrieren ist schon eine Sache für sich. Gigantisch muten die Ausmaße an, gleich daneben stand ein „Opel Kadett B“ vom Ende der sechziger Jahre. Obschon auch er bereits vier Meter misst, wirkte das Vehikel im Angesicht des Eldorado eher wie ein Zwerg.

Klangvolle Namen auf vier Rädern versammelten sich vor Ort. Ein roter Mercedes Benz 220 aus den 50ger Jahren leuchtete besonders schön in der Sonne, der legendäre Ford Mustang, der Opel Manta-Urvater „A“, der erste Ascona der Modellreihe „A“, Porsche-Sportwagen – die Liste war lang und umfasste auch Motorräder sowie Traktoren.

Georg van Waasen war mit einem Prachtexemplar angereist. Er brachte seinen weißen „Triumph Roadster 1800“ aus dem Jahr 1947 mit, ein besonders interessantes Modell mit auffallendem Design. Besonderheit: Der so genannte Schwiegermuttersitz“ im Heckbereich. Zwei Notsitze lassen sich bei Bedarfsfall ausklappen, eine zusätzliche Windschutzscheibe erhöht den Komfort.

„Ich habe das Auto unrestauriert im Internet entdeckt“, berichtete der Automobilist. Die Form mit den weit geschwungenen vorderen Kotflügeln erregte sofort Aufmerksamkeit.

Seit sechs Jahren besitzt van Waasen dieses Fahrzeug, das zuvor ein unscheinbares Dasein in Gesellschaft vieler Oldtimer fristete. Sie alle standen in der Scheune, gesammelt von einem betuchten Herren, der verstorben war. Seine Tochter veräußerte die Fahrzeuge. Vier Jahre lang baute der neue Besitzer den Wagen neu auf und erledigte bis auf Sattler- und Lackierarbeiten jedes Detail persönlich. Das Auto hat sogar noch einen „Winker“, der beim Abbiegen ausfährt.

Natürlich wurde die gesamte Technik den TÜV-Vorschriften gemäß eingerichtet. Der Technische Überwachungsverein muss auch ein historisches Auto, das im Straßenverkehr gefahren wird, abnehmen.

Der große, elegant wirkende Oldtimer heißt intern „King George“, daher auch ein „G“ im Kennzeichen. Das kam so: „Als ich die Türverkleidung abnahm, fiel mir eine Münze entgegen“, so van Waasen. Nach gründlicher Reinigung zeigte sich die Aufschrift „King George“, ein monetäres Relikt aus dem Jahr ´47.

„Ich fahre den Triumph bei guten Wetter und habe Freude daran, ihn zu bewegen, einfach nur zu cruisen“, verrät der Autoliebhaber. Ein wenig berechtigter Stolz, dass er ihn so perfekt wieder hingekriegt hat, schwingt dabei mit.

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