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Alten- und Pflegeplan für Laer

Laer -

Wie sieht der Bedarf für Senioren in Laer aus und wie soll die Hilfe für Alte und Pflegebedürftige vor Ort künftig organisiert werden? Um das zu klären, wollen Politik und Verwaltung eine „Alten- und Pflegeplanung“ für die Gemeinde erstellen lassen. Fachbereichsleiterin Anita Ueding stellte im Ausschuss für Soziales, Senioren, Heimat und Kultur drei Varianten vor.

Dienstag, 20.11.2018, 09:50 Uhr aktualisiert: 21.11.2018, 14:18 Uhr

Das Durchschnittsalter der Menschen in Deutschland steigt stetig, der Anteil der Senioren an der Bevölkerung wird immer größer. Angesichts der demografischen Entwicklung ist es für alle Kommunen deshalb ratsam, Vorsorge zu treffen. Wie sieht der Bedarf in Laer aus und wie soll die Hilfe für Alte und Pflegebedürftige vor Ort künftig organisiert werden? Um das zu klären, wollen Politik und Verwaltung zunächst eine „Alten- und Pflegeplanung“ für die Gemeinde erstellen lassen.

Fachbereichsleiterin Anita Ueding stellte im Ausschuss für Soziales, Senioren, Heimat und Kultur drei Varianten vor. „Denkbar wäre eine Kooperation mit der Fachhochschule Münster . Absolventen des Studiengangs Pflege- und Gesundheitsmanagement könnten zum Beispiel im Rahmen ihrer Abschlussarbeit einen Seniorenplan für Laer erstellen“, so Ueding. Dies sie die kostengünstigste Lösung.

Variante zwei sieht den „Einkauf“ eines Experten oder einer Expertin vor, die den Prozess der Altenhilfe- und Pflegeplanung vor Ort begleitet.

Als „große Lösung“ bezeichnete Anita Ueding die dritte Variante: Erstellung eines umfassenden Sozialplans durch ein Forschungsinstitut. „Diesen Weg ist die Stadt Rheine gegangen, aber für Laer ist das eventuell etwas überdimensioniert“, gab die Fachbereichsleiterin zu bedenken. Die genauen Kosten für die drei Modelle seien derzeit noch nicht genau zu beziffern, ebenso etwaige Fördermittel.

„Für eine Fachkraft rechne ich mit einer Mindestsumme von 75 000 Euro, was mit Blick auf unsere Haushaltslage eine Hausnummer ist“, stellte Ausschussvorsitzender Dr. Reinhardt Nippert (UBG) fest. Die erste Variante sei kostenmäßig leichter zu stemmen.

„Ich halte es für dringend erforderlich, eine Fachkraft einzukaufen und möchte dafür Geld im Haushalt bereitstellen“, hielt Gerrit Thiemann (SPD) dagegen. Es gebe eine Vielzahl von Anbietern für Altenhilfeeinrichtungen auf dem Markt, die Situation sei für Laien kaum überschaubar. Thiemann plädierte für eine Grundsatzdiskussion: „Laer ist zwar die einzige Gemeinde im Kreis ohne stationäre Altenpflegeeinrichtung, aber wollen wir das denn wirklich? Ist das noch aktuell und zeitgemäß oder sind andere Wege möglich?“

„Wir sollten das im Haupt- und Finanzausschuss weiter diskutieren, wenn wir die Kosten überblicken können“, stellte Benedikt Niehues (CDU) fest. Seine Fraktion tendiere aber zur Kooperation mit der Fachhochschule.

Um keine Zeit zu verlieren, möchte Manfred Voth, Seniorenvertreter für die Gemeinde, eine „Anschubfinanzierung“ für die Alten- und Pflegeplanung im Haushalt verankern: „Das ist nötig, damit es in 2019 überhaupt was wird.“

Der Sozialausschuss verwies das Thema zur weiteren Beratung an den Hauptausschuss, mit der Empfehlung, zunächst 5000 Euro im Etat bereit zu stellen.

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