Reise in die Vergangenheit
Spannender als ein Krimi

Laer -

Spannender als mancher Krimi gestaltete sich für die zahlreichen Besucher der Fotonachmittag, zu dem der Heimatverein Laer unter dem Motto „Laerr, früher und heute“ ins Pfarrzentrum eingeladen hatte. Heinz Bröker von der Archivgruppe kommentierte die Bilder, deren älteste Exemplare um das Jahr 1900 aufgenommen worden waren. Eindrücke von gestern wurden aktuellen Ansichten von heute gegenüber gestellt.

Montag, 28.01.2019, 16:36 Uhr
Das Publikum im großen Saal des Pfarrzentrums war fasziniert von der Zeitreise mit alten Fotos in die Vergangenheit des Ewaldidorfes. Heinz Bröker (hinten rechts stehend) von der Archivgruppe kommentierte die Bilder.
Das Publikum im großen Saal des Pfarrzentrums war fasziniert von der Zeitreise mit alten Fotos in die Vergangenheit des Ewaldidorfes. Heinz Bröker (hinten rechts stehend) von der Archivgruppe kommentierte die Bilder.

Es war eine Zeitreise in die Vergangenheit. Während draußen die ersten Schneeflocken fielen, präsentierte der Heimatverein Laer im Pfarrzentrum seinen traditionellen Fotonachmittag. „Laer früher und heute“ lautete dessen Motto. Heinz Bröker von der Archivgruppe kommentierte die Bilder, deren älteste Exemplare um das Jahr 1900 aufgenommen worden waren. Eindrücke von gestern wurden aktuellen Ansichten von heute gegenüber gestellt.

Der große Saal war gut gefüllt und die Bilderschau war ganz offensichtlich spannender als jeder Krimi für die Besucher. Das Publikum traf auf diese Weise viele alte Bekannte wieder und erinnerten sich an Gebäude, von denen einige längst nicht mehr stehen.

„Wo ist das wohl?“ Diese Frage stellte sich öfter, so zum Beispiel als ein altes Fotos des Terups auf Höhe der Tankstelle Treus auf der Leinwand erschien. Das Szenario wiederzuerkennen, fiel nicht schwer. Ein historisches Bild, das die alten Zapfsäulen der Station zeigte, ließ die Augen derjenigen aufleuchten, die dem „Retro-Stil“ von einst etwas abgewinnen können. Welch ein Unterschied, als ein aktuelles Foto des modernen Betriebes erschien.

Anekdötchen, teilweise ein wenig skurril, machten die Runde. So soll ein altes Steinkreuz letztlich glatt in einem Pökelfass gelandet sein. Eine typische Kneipenszene erinnerte an die Gastronomie früherer Zeiten. Der Wirt war mit einem runden Tablett inklusive zahlreicher gefüllter Biergläser unterwegs, denen sich die Hände der Gäste entgegen streckten.

Auf Straßenszenen von anno dazumal waren selten Autos zu sehen oder höchstens mal ein VW-Käfer, der einst entscheidend zur Motorisierung der Bevölkerung beitrug. Je jünger die AUfnahmen, desto dichter wurde der Verkehr. Diese Entwicklung ließ sich leicht ablesen. Ebenso erkannte man, dass jedes Jahrzehnt seine eigene Architektur hervorgebracht hat und bringt.

Das ein oder andere Schwarz-Weiß-Foto war schon arg vom Zahn der Zeit angenagt, doch die wichtigsten Details ließen sich gut erkennen.

Ein lang vergessener Blick in die Pohlstraße zeigte, dass diese nicht immer so breit war wie heute.

Außer der Gaststätte „Haus Veltrup“ ließ sich eine weitere gastliche Stätte erkennen, die wohl irgendwann „Zum scharfen Eck“ geheißen hat. Insider wussten, dass sie den derben Spitznamen „Genickschuss-Bar“ trug. Zecher tranken dort gerne zu später Stunde noch einen „Absacker“, nur dass es selten bei diesem einen blieb. Die Folgen lassen sich noch heute ausmalen . . .

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