Bedarf wird geprüft
Erdgas für Holthausen

Laer-HOlthausen -

Die Gelsenwasser Energienetze prüfen zur Zeit die Gelegenheit, im Rahmen des Baus des Bürgerradweges den Ortsteil Holthausen an das Erdgasnetz anzuschließen. Für Fragen rund um diese Maßnahme standen während der Bürgersprechstunde des Bürgermeisters Peter Maier am Donnerstagabend im Gasthof Daßmann zwei Vertreter des Unternehmens für interessierte Bürger bereit.

Freitag, 08.02.2019, 14:42 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 14:48 Uhr
Mögliche Interessenten nutzten die Bürgersprechstunde bei Daßmann, um sich über das Erdgasanschluss-Projekt in Holthausen zu informieren. Die Ingenieure der „Gelsenwasser Energienetze GmbH“, Frank Bielert (l., kleines Bild) und Manfred Hochbein (r.), stellten gemeinsam mit Laers Bürgermeister Peter Maier den möglichen Verlauf der Erdgasleitung an der Karte vor.
Mögliche Interessenten nutzten die Bürgersprechstunde bei Daßmann, um sich über das Erdgasanschluss-Projekt in Holthausen zu informieren. Die Ingenieure der „Gelsenwasser Energienetze GmbH“, Frank Bielert (l., kleines Bild) und Manfred Hochbein (r.), stellten gemeinsam mit Laers Bürgermeister Peter Maier den möglichen Verlauf der Erdgasleitung an der Karte vor. Foto: Nix

In diesem Jahr sollen unter Federführung des Vereins „Bürgerradweg Laer-Holthausen“ die Arbeiten zum Projekt entlang der Landstraße von etwa zwei Kilometern Länge beginnen. Gleichzeitig verlegen die Stadtwerke Emsdetten parallel eine Wasserleitung. Die „ Gelsenwasser Energienetze GmbH“ bietet jetzt den 150 möglichen Nutzern in Holthausen an, im Zuge der Erstellung des Radweges auch eine Erdgasleitung zu ziehen und Interessenten besonders kostengünstig anzuschließen.

In der Bürgersprechstunde am Donnerstag im Landcafé Gasthof Daßmann stellten sich die Ingenieure Manfred Hochbein und Frank Bielert der Gelsenwasser den Fragen zu diesem Projekt. Im Vorfeld wurden 150 Angebote für einen Erdgasanschluss verschickt.

„Sowohl die Gelsenwasser als auch die Interessenten brauchen Planungssicherheit“, sagte Hochbein. Daher soll die Entscheidung über einen Anschluss möglichst schnell herbeigeführt werden. „Mindestens 40 Prozent der in Frage kommenden Interessenten müssten sich dafür aussprechen, damit das Projekt durchgeführt werden kann“, erklärte Bielert. „Vielleicht reichen auch schon 35 Prozent“, fügte er hinzu.

Neben den zwei Kilometern Erdgasleitung entlang der L 550 sind rund 2,5 Kilometer Leitung innerhalb Holthausens notwendig, um die Anschlüsse bis an die Häuser legen zu können. Für die Umrüstung der Heizungsanlagen, die bislang mit Öl oder Flüssiggas betrieben werden, ist der Besitzer selbst zuständig. „Bitte sprechen Sie mit ihrem Installateur darüber, welche Maßnahmen bei Ihrer Anlage konkret notwendig werden und welche Kosten entstehen“, riet Bielert.

Irritationen gab es hinsichtlich der Frist von sechs Monaten, in denen die Erdgasheizungen nach Anschlussherstellung in Betrieb genommen werden müssen. Manchen erscheint dieser Zeitraum zu kurz, unter anderem weil einige Öl- und Flüssiggastanks zurzeit noch bis zum Rand gefüllt sind. „Sie dürfen den Brennstoff in ihren Tanks erst aufbrauchen, bevor sie das Erdgas nutzen“, versicherte Hochbein.

Zur Wahrung der Sechs-Monats-Frist, betonte er, werde eine kulante Lösung gefunden. „Auf ein paar Tage wird es uns sicher nicht ankommen“, so der Experte. Zur Finanzierung einer neuen Heizungsanlage gebe es Modelle. Der Gasanbieter dürfe frei gewählt werden, auch wenn die Gelsenwasser die Leitungen legt. Bislang haben sich rund zwölf Interessenten entschieden, ihr Haus an die Erdgasleitung anschließen zu lassen. Die Gelsenwasser hofft nun auf weitere Kunden.

„Wir bringen alle Beteiligten, die Gemeinde Laer, den Bürgerradweg Laer-Holthausen e.V., die Stadtwerke Emsdetten und die Gelsenwasser Energienetze bis Ende Februar an einen Tisch, um weitere Details zu klären und den zeitlichen Ablauf zu besprechen“, versicherte Bürgermeister Peter Maier. Noch steht nicht fest, wann genau der Startschuss zum Radwegebau fällt. Davon sind auch die weiteren Arbeiten abhängig.

„Wir kommen kurzfristig zu einem Ergebnis“, versicherte der Bürgermeister allen Zweiflern.

► Mehr Informationen finden sich unter www.gw-energienetze.de.

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