Neuer Anlauf
Mit neuem Schwung an die Arbeit

Laer -

Die Gemeinde Laer will an der Kampagne „Fairtrade Towns“ teilnehmen und als „Fairtrade Gemeinde“ zertifiziert werden. Bereits im Jahr 2014 hatte die Kommune das angestrebt. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Ausschuss für Soziales, Heimat und Tourismus und Marketing am 26. März 2014 einstimmig gefasst. Allerdings fand sich nicht der erforderliche Ratsbeschluss dazu. Das soll während der nächsten Ratssitzung am 3. April nachgeholt werden.

Dienstag, 12.03.2019, 19:00 Uhr

„Wir brauchen einen Ratsbeschluss“, erklärte Klimaschutzmanager Daniel Matlik , als es während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Klima- und Landschaftsschutz am Montagabend um die Teilnahme der Gemeinde an der Kampagne „Fairtrade Towns“ und die „Zertifizierung als „Fairtrade Gemeinde“ ging.

Bereits im Jahr 2014 hatte die Kommune diese angestrebt. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Ausschuss für Soziales, Heimat und Tourismus und Marketing am 26. März 2014 einstimmig gefasst. „Ein entsprechender Ratsbeschluss, welcher für den Start der Zertifizierungsphase erforderlich ist, wurde jedoch nach Recherchen im Rats­informationssystem nicht verabschiedet“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage.

Auch aufgrund personeller Veränderungen in der Gemeindeverwaltung sei der Prozess seitdem ins Stocken geraten. Um diesen wieder aufzunehmen und ihm neuen Schwung zu verleihen, befasste sich das Fachgremium unter dem Vorsitz von Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne) mit der Thematik.

Diese wurde wieder aktuell, weil zahlreiche Besucher auf dem Laerer Weihnachtsmarkt danach gefragt hatten. Das allgemein hohe Interesse der Bürger sowie die sich abzeichnende Bereitschaft, die obligatorischen Kriterien umzusetzen, böten dabei eine gute Gelegenheit, einen gemeinsamen Beitrag zur weiteren Imageverbesserung des Ewaldidorfes in punkto Nachhaltigkeit zu realisieren, so der Klimaschutzmanager. „Dabei können wir mit wenig Finanzeinsatz relativ viel erreichen“, warb Matlik für die Teilnahme.

Zur Erlangung des Titels „Fairtrade-Town“ muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die ihr Engagement für den fairen Handel auf allen Ebenen einer Gemeinde widerspiegeln. Dazu gehört beispielsweise auch ein Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Dieser besagt, dass bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Bürgermeisters fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt und /oder ein anderes faires Produkt angeboten werden.

Um vor Ort Aktionen rund um das Thema Fairtrade koordinieren zu können, wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet. Diese begleitet die Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Town“. Ihr sollen der Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins, Gerrit Thiemann, der Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, Daniel Matlik, und Verwaltungsmitarbeiterin Ulrike Scheipers vom Fachbereich 1, der Finanzen und Zentrale Dienste umfasst, angehören.

Während der Sitzung sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, dass auch Personen aus Vereinen und Institutionen hinzugezogen werden sollen. Zudem riet der Klimaschutzmanager, dass jede der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen einen Vertreter in die Steuerungsgruppe berufen soll. In der nächsten Ratssitzung am 3. April (Mittwoch) werden die Parteien dann ihre Repräsentanten für das Gremium benennen. So mache es sich besser, wenn die Beschlüsse von allen Fraktionen mitgetragen würden.

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