Kochen und Essen verbindet
„Wir machen es gemeinsam“

Laer -

Weil die Premiere des Projektes „Über den Tellerrand“ im vergangenen Jahr so erfolgreich gelaufen ist, gibt es in 2019 eine Fortsetzung des „Interkulturellen Kochens“ im Ewaldidorf. Dabei kochen ausländische Mitbürger ihre traditionellen Rezepte. Unterstützt werden sie von deutschen Assistenten. Beim Kochen und Essen sollen sich die Teilnehmer besser kennenlernen und mehr über die jeweiligen Kulturen erfahren.

Mittwoch, 20.03.2019, 17:00 Uhr
Projektkoordinatorin Franziska Lengers (4..v.l.), ihre Mitstreiter und die ausländischen Köche freuen sich über die Neuauflage von „Über den Tellerrand“.
Projektkoordinatorin Franziska Lengers (4..v.l.), ihre Mitstreiter und die ausländischen Köche freuen sich über die Neuauflage von „Über den Tellerrand“.

Die Vorstellung, sich an den gedeckten Tisch zu setzen und international bekochen zu lassen, hat ihren Reiz. Doch so läuft es beim Projekt „Über den Tellerrand“ nicht. Das betont Franziska Lengers , die Koordinatorin des zweiten interkulturellen Kochangebots in Laer ist. „Wir machen es gemeinsam“, betont sie während eines Pressetermins im Büro des Dorfmarketingvereins, zu dem auch die Verwaltungsmitarbeiterinnen, Anita Ueding und Jana Ueding, Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling und einige Flüchtlinge erschienen sind. So handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Kommune, der Evangelischen Kirchengemeinde, des Dorfmarketingvereins sowie zahlreicher Akteure aus unterschiedlichen Ländern, die im Ewaldidorf leben.

Weil die Premiere im vergangenen Jahr sehr erfolgreich gelaufen ist, und mit der Herausgabe eines Kochbuchs endete (wir berichteten), hat die politische Gemeinde wieder eine Förderung beantragt. „Wir freuen uns sehr, dass das geklappt hat“, zeigen sich Franziska Lengers und ihre Mitstreiter Sabine und Bert Schulte sowie Teresa Dabska dankbar, dass die zehn Abende durch das Land NRW beziehungsweise durch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Steinfurt gefördert werden.

Ohne dieses Geld ginge es nicht, sind sich die Initiatoren einig. Neben der finanziellen Unterstützung werden allerdings auch viele helfende Hände benötigt, bestätigt die Projektkoordinatorin. Ihr Team und sie sind der Evangelischen Kirchengemeinde für ihre Gastfreundschaft dankbar. Diese stellt erneut ihre Küche am Gemeindezentrum der Matthäus­kirche für die interkulturellen Kochabende bereit.

„Wir wollen die traditionellen Rezepte der ausländischen Laerer Bewohner kennenlernen, gemeinsam kochen und das Essen anschließend zusammen genießen“, heißt es in der Projektbeschreibung. Dabei könne man voneinander lernen und sich einiges abschauen. Ob Sehen, Schmecken, Riechen, Fühlen oder Hören, alle Sinne seien beteiligt, was die Akteure miteinander verbinde. „Diese Vielfalt in Laer wollen wir aktivieren, schmeckbar und sichtbar machen und so über den Tellerrand schauen“, beschreibt Franziska Lengers die Ziele des Vorhabens. Dabei kochen Menschen aus Afghanistan, Syrien, Sri Lanka, Kolumbien, Italien, dem Irak, Vietnam, der Türkei, Frankreich und Polen.

„Jede ausländische Köchin oder ausländische Koch wird von deutschen Assistenten unterstützt“, versprechen die Helfer, dass auch vorher gemeinsam eingekauft wird. Bevor die Gäste das Gericht genießen, werden die Rezepte erläutert und ein kleiner Abriss der lokalen Geschichte und deren Zusammenhänge erklärt. Damit die Teilnehmer noch mehr vom jeweiligen Land und seinen Bewohnern erfahren, ist nach dem Essen eine kleine Präsentation geplant, die Einblicke in die anderen Kulturen gibt.

„Das ist eine Riesenchance, sich noch besser kennenzulernen“, meint Franziska Lengers. Für die Flüchtlingshilfe im Ewaldidorf hofft sie, dass man auf Dauer noch mehr aus dem Projekt machen und noch weiter „über den Tellerrand“ hinausschauen kann.

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