Engagierte Diskussion in Holthausen macht deutlich, warum jeder zur Wahl gegen sollte
Für oder gegen Europa?

Laer-HOlthausen -

„Europa mit und in kleinen Häppchen“ hieß es am Mittwochabend im Alten Pfarrhaus. Die Kfd Holthausen-Beerlage weiß, dass es sich bei schmackhaften Kleinigkeiten und Getränken besonders gut diskutieren lässt. „Wir sind nicht nur ein Verein kuchenbackender und kaffeetrinkender Frauen“, hob Teamsprecherin und Ortsvorsteherin Margarete Müller hervor. Der gut besuchte Diskussionsabend bewies das einmal mehr. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Kreisverbandes Steinfurt der Europa Union, Dr. Angelika Kordfelder, ging es um Informationen und Denkanstöße für ein gemeinsames Europa.

Donnerstag, 21.03.2019, 01:00 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 15:08 Uhr
Die auf Papier gedruckten „Wahlprüfsteine“ wurden in der Runde im Pfarrheim genau in Augenschein genommen. Angelika Kordfelder (kleines Bild, r.) referierte, neben ihr die Geschäftsführerin des Kreisverbandes der Europa-Union, Anne Frie.
Die auf Papier gedruckten „Wahlprüfsteine“ wurden in der Runde im Pfarrheim genau in Augenschein genommen. Angelika Kordfelder (kleines Bild, r.) referierte, neben ihr die Geschäftsführerin des Kreisverbandes der Europa-Union, Anne Frie. Foto: Nix

Am 26. Mai sind die Wahlen zum Europäischen Parlament . „Wir können stolz sein auf das System, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland entwickelt hat“, kommentierte Kordfelder die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Den Europa-Gedanken bezeichnete sie als „unglaublich spannend“, es sei wichtig, sich dafür einzusetzen.

Das Publikum an diesem Abend sollte nicht nur ihrem Vortrag lauschen, jeder konnte seine persönliche Meinung einbringen. Als Basis waren elf „Wahlprüfsteine“ ausgelegt. Papiere, mit deinen sich die Europa-Union bereits auseinandersetzte. „Diesmal wähle ich für . . ., es folgten jeweils konkrete Ziele. Am weitaus häufigsten entschied sich das Publikum für die Formulierung „Ich wähle für eine gemeinsame Zukunft mit gemeinsamen Werten“.

Kordfelder machte deutlich, dass bei der Europawahl 2019 der Fortbestand der EU auf dem Spiel steht. Am größten ist die Angst vor Rechtspopulisten, die als stärkste Fraktion im Parlament die EU-Gesetzgebung sabotieren könnten. Als Pro-Europa-Argumente stehen unter anderem der 70-jährige Frieden, die Freizügigkeit innerhalb der EU zu reisen, zu arbeiten und zu wohnen sowie die Gedanken-, Religions-, Meinungs- und Informationsfreiheit ganz vorn.

„Wichtig ist auch, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Europäischen Staaten durchzusetzen“, so Margarete Müller . „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, lautet eine eine der Hauptforderungen. Manchmal, so bemerkte Kordfelder, dauere es allerdings mehrere Generationen bis sich bestimmte Werte überall durchsetzten.

Theorie und Praxis, dass hat die Geschichte immer wieder gezeigt, klaffen oft auseinander. Das geschriebene Wort stimmt nicht in jedem Land mit der Realität überein.

Die gemeinsame Durchsetzung technischer Innovationen erachtete die Diskussionsrunde ebenfalls als außerordentlich bedeutsam. Die EU-Datenschutzgrundverordnung ist zwar aufwendig in ihrer Durchsetzung, doch sie regelt wichtige Details. Schafft die EU damit nur weitere bürokratische Hürden oder hilft sie, Werte wie Urheberrecht und Meinungsfreiheit zu schützen?

„Wir müssen uns damit beschäftigen, um international nicht abgehängt zu werden“, betonte die Vorsitzende der Steinfurter Europa-Union, die Welt drehe sich unablässig weiter.

Ihr Appell war eindringlich und unmissverständlich: „Gehen Sie am 26. Mai zur Europawahl, denn es ist eine Richtungswahl für- oder gegen Europa“. Nicht zuletzt versprach sie, Fragen des Publikums mit in die Polit-Talk-Runde am Donnerstag (28. März) mit Kandidaten für das EU-Parlament in der Bagno-Konzertgalerie zu nehmen.

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