Bernd Budden im Alten Speicher
Das Piano liebt ihn

Laer -

Bernd Budden, vielen bekannt aus der Sendung „Zimmer frei“, die er als Pianist begleitete, begeisterte jetzt das Publikum mit handgemachter Musik im Alten Speicher.

Sonntag, 31.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 16:20 Uhr
Bernd Budden nahm sein Publikum im Alten Speicher mit auf eine persönliche musikalische Reise in seine Welt.
Bernd Budden nahm sein Publikum im Alten Speicher mit auf eine persönliche musikalische Reise in seine Welt. Foto: Annegret Rose

Bernd Budden brennt in Laer seine Hütte des Lebens ab. Wie? Mit ungeheuer einfühlsamen Liedern. Mit seiner Botschaft, sprecht doch wieder miteinander, statt übereinander.

Am Samstag im Alten Speicher begrüßte der Künstler die Gäste persönlich: „Ich bin der Bernd und manchmal singe ich.“ Ungewöhnlich persönlich, was kommt jetzt, muss ich gleich mitsingen, fragen sich die Zuhörer. Ja, kann man und dass er bis zum Ende der Veranstaltung einen Ohrwurm schafft, wundert niemanden. „Frei wie ein Wiesel im Wind, wild wie ein Wolf in den Wolken“, singen schamlos erwachsene, seriöse Menschen mit Hingabe. Einfach aus Spaß an der Freude. Ohne Schützenfest und Karneval.

Blitzschnell

Budden, Jahrgang 1967, ist im Emsland geboren. Das Piano liebt ihn. Er kann alles spielen – Jazz, Pop, Tango, Blues und Bossa. In der Sendung „Zimmer frei“ war er Pianist. Er kommt vom Improvisationstheater, ist blitzschnell dabei, Szenen zu entwerfen und zu spielen. Im vergangenen Jahr war er mit Bernd Stelter und dem Laerer Musiker Matthias Fleige auf Tour.

Seine Lieder, die er mal laut und schnell, mal leise und sanft intoniert, handeln von ganz normalen Sachen, die das Leben bestimmen, Pubertät, Liebe, Treue, Hausmännern, Schönheitswahn, Internet und Schrebergärten.

Ehrliches Menschenbild

Im Programm ist erkennbar, dass er sich dabei nicht in Schubladen stecken lässt. „Ich treibe es gern auf die Spitze,“ bekennt er im Gespräch. Deshalb glauben Zuhörer, Melodien oder Textzeilen zu erkennen. Doch alles ist handgemacht und neu. Er kann Geschichten erzählen, die zum Lachen reizen, wie die von Uschi dem It-Girl, die ins „Analoge“ abtaucht. Und dann folgen ernste, bittersüße Lieder, wie „Für Dich“. Im Gegensatz zu Comedians bevorzugt er das Ehrliche, nicht das Zynische im Menschenbild. So bleibt er bei sich. Eben brennend aktuelle Kleinkunstunterhaltung aus der Hütte des Lebens.

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