Dorfmarketing-Mitarbeiter Werner Thiel hat einen Film über Werner Rolevinck gedreht
„Da motiviert der Wunsch nach mehr“

Laer -

Werner Rolevinck hat ihn fasziniert. Dabei hatte Werner Thiel vorher noch nie vom wohl berühmtesten Sohn der Gemeinde Laer gehört. Erst als der studierte Politikwissenschaftler Anfang des Jahres seine Arbeit als Büroassistent des Dorfmarketingvereins aufnahm, stieß der Grevener im Büro auf das „Buch zum Wohle Westfalens“. Das motivierte ihn, sich auf die Spuren des Kartäusermönchs zu begeben und einen Film über ihn zu drehen.

Freitag, 07.06.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 16:22 Uhr
Im Büro des Dorfmarketingvereins ist Werner Thiel auf Rolevincks Buch gestoßen.
Im Büro des Dorfmarketingvereins ist Werner Thiel auf Rolevincks Buch gestoßen.

Vor seiner Arbeit als Büroassistent im Dorfmarketingverein hatte er noch nie etwas von Werner Rolevinck gehört. Der gilt als der berühmteste Sohn der Gemeinde Laer, die als einzige in Deutschland eine Straße nach ihm benannt hat. Auch die Grundschule trägt den Namen des Kartäusermönchs. Im Büro im Alten Speicher stieß Werner Thiel , der Nachfolger von Björn Schmalenstrot ist, auf Rolevincks „Buch zum Wohle Westfalens“. Das weckte sein Interesse.

Der Lektüre folgten eigene Internetrecherchen und schließlich ein Besuch im Karteuserkloster in Köln. Dort begab sich Thiel auf Rolevincks Spuren, um ein Filmprojekt über ihn zu starten. Mit diesem wies der 58-Jährige auf einer Veranstaltung der Historischen Kommission für Westfalen des LWL in Münster auf seine historische Bedeutung für die Geschichtsschreibung des Kulturraums Westfalens hin. „Man kann Herrn Rolevinck für das 15. Jahrhundert durchaus mit Annette von Droste-Hülshoff für das 19. Jahrhundert beschreiben“, meint der Grevener. So habe dieser nicht nur rein religiöse Bücher, sondern beispielsweise mit dem Westfalenbuch durchaus so etwas wie „populärwissenschaftliche Druckwerke“ geschaffen. Seine Weltchronik habe immerhin eine Auflage von 100 000 Exemplaren erzielt und das, obwohl sie in lateinischer Sprache verfasst worden sei.

In einem Interview hat sich der Autor und Filmemacher den Fragen der Redakteurin Sabine Niestert zu seinem Werk gestellt.

Haben Sie schon viel Resonanz auf Ihren Film und Ihre Arbeit zu Werner Rolevinck bekommen?

Werner Thiel: Herr Wilmer vom Heimatverein Laer hat sich über den Film sehr erfreut gezeigt und will ihn auch nutzen. Ebenfalls Herr Pfarrer Ullrich, dem ich vorab eine Kopie zukommen ließ, sandte mir seinen herzlichen Dank und teilte mir mit, den Film zu verwenden.

Hat der Heimatverein Laer in dieser Angelegenheit zu Ihnen Verbindung aufgenommen?

Werner Thiel: Wie schon gesagt, Herr Wilmer, der Vorsitzende des Heimatvereins Laer, hat sich bei mir gemeldet. Allerdings ist der Film ja nur fünf Minuten lang und somit kein abendfüllendes Werk, könnte aber als Einstieg oder im Nachgang zu einem Vortrag über Werner Rolevinck genutzt werden.

Hat Ihnen die Arbeit Spaß gemacht?

Werner Thiel: Das ist wie bei jedem Thema, das jemanden interessiert und über das man mehr erfahren möchte. Da motiviert der Wunsch auf mehr und fördert das eigene Tun. Das Westfalenbuch war da schon sehr gut.

Wie sind Sie dabei vorgegangen?

Werner Thiel: Zunächst hatte ich das Buch gelesen, dann Bilder in Laer aufgenommen. Dazu kamen die Bilder aus Köln. Am Bürgerzentrum Bennohaus in Münster beim Hafen, in dem ich seit mehreren Jahren an Filmprojekten mitarbeite, fand ich Stimmen für die Kommentierung der Bilder. Die Bearbeitung habe ich selber vorgenommen, sowie ich es bei anderen Beiträgen für die Magazinreihe „MNSTR.TV“ aus dem Bennohaus auch schon gemacht habe. Die Aufnahme in das von Praktikanten und Schülern gemachte Magazin war dann keine Frage mehr.

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