Jubiläums-Pfingstkonzert des Laerer Madrigalchores bereichert das kulturelle Leben
Ein tief bewegendes Musikerlebnis

Laer -

Beeindruckend war das Jubiläumskonzert des Laerer Madrigalchores am Pfingstmontag in der Turnhalle Am Hofkamp. Dort führte die Sängergemeinschaft unter dem Dirigat von Ralf Junghöfer das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel auf. Den instrumentalen Part hatte das „Orchester musica viva“ aus Ibbenbüren übernommen. Für die solistischen Partien konnten die Sopranistin Heike Hallaschka, die Altistin Dagmar Linde, der Tenor Goetz Philipp Körner sowie der Bassist Daniel Dropulja gewonnen werden.

Dienstag, 11.06.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 13.06.2019, 16:52 Uhr
Unter dem bewährten Dirigat von Ralf Junghöfer erklang das Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel in der zum Konzertraum umfunktionierten Sporthalle.
Unter dem bewährten Dirigat von Ralf Junghöfer erklang das Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel in der zum Konzertraum umfunktionierten Sporthalle. Foto: Axel Engels

Nur wenige Sängergemeinschaften können auf so eine lange und erfolgreiche Zeit zurückblicken wie der Madrigalchor in Laer. Seit seiner Gründung durch Erich Robert Sorge und Heinrich Fischer im Jahre 1979 hat er das kulturelle Leben weit über die Kreisgrenzen hinweg bereichert und den Musikliebhabern immer wieder mit seiner Gesangskunst ein besonderes Musikerlebnis geschenkt. Zum Jubiläum hatte die Sängergemeinschaft unter dem Dirigat von Chorleiter Ralf Junghöfer mit dem Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel ein allseits bekanntes und beliebtes Werk einstudiert, das im Schaffen des in London tätigen Komponisten eine Sonderstellung einnimmt. Denn hier vertonte der Komponist die christliche Glaubenslehre auf Basis der King-James-Bibel.

Bei dem nunmehr 38. Pfingstkonzert folgte der Madrigalchor der üblichen Interpretation, erklang dieses Werk mit einem deutschsprachigen Text. Für die solistischen Partien konnten die Sopranistin Heike Hallaschka, die Altistin Dagmar Linde, der Tenor Goetz Philipp Körner sowie der Bassist Daniel Dropulja gewonnen werden, die mit ihren Stimmen einen bedeutenden Anteil an der hochwertigen Interpretation hatten.

Chorleiter Ralf Junghöfer schuf dabei einen sehr facettenreichen Chorklang, auf dem sich die Stimmen der Solisten dann in all ihrem Glanz entfalten konnten. Ob in den Arien, den Rezitativen, den Accompagnato-Partien oder im Duett, alle Solisten konnten der starken in Musik gesetzten Glaubensaussage ein inniges Gewand verleihen, das Publikum in der gut gefüllten Turnhalle am Hofkamp mit ihrer kultivierten Ausgestaltung ganz tief bewegen.

Den instrumentalen Part hatte das „Orchester musica viva “ aus Ibbenbüren übernommen. Das 1999 gegründete Ensemble ist eine der gefragtesten Formationen, wenn es um die Begleitung von Chören geht, spielt auf professionellem Niveau und wusste das stringente Dirigat von Ralf Junghöfer sehr differenziert umzusetzen. Da stimmte jeder Einsatz bis ins kleinste Detail.

Schon bei der einleitenden „Sinfony“ in Form einer französischen Ouvertüre schuf das „Orchester musica viva“ einen lebendigen Einstieg in das bedeutende Werk, wusste seine Rolle als Begleitorchester in allen Teilen bestens zu gestalten.

Der Madrigalchor hat sich in vielen Proben mit dem anspruchsvollen Oratorium „Messias“ auseinandergesetzt und die Früchte dieser Vorarbeit konnte das Publikum dann genießen. Auch wenn die Akustik der Turnhalle, Am Hofkamp, einer Aufführung eines Chorwerkes nicht unbedingt entgegenkommt, so erfüllte der ausgewogene Klang der Sängergemeinschaft doch den ganzen Raum. Mit guter Stimmgruppentrennung und Intonation wusste der Chor seine fast nur vierstimmig angelegten Partien zu gestalten, wurde das allseits bekannte „Hallelujah!“ am Ende des zweiten Teiles zu einem Höhepunkt.

Mit diesem Konzert hat der Madrigalchor Laer einmal mehr seine Qualitäten gezeigt, und dem begeisterten Publikum ein tief bewegendes Musikerlebnis geschenkt.

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