Kommentar zu Bürgermeister Peter Maier
Abwahl

Wundern muss man sich mittlerweile nur noch über eines: Warum ist noch kein Drehbuchschreiber auf den Eskapaden-Stadl im Laerer Rathaus aufmerksam geworden? 

Freitag, 14.06.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 19:30 Uhr
Kommentar zu Bürgermeister Peter Maier: Abwahl
Bürgermeister Peter Maier. Foto: abi

Der Autor bräuchte nicht einmal viel Fantasie. Dokumentieren reicht für eine Real-Satire mit Potenzial zum Serien-Blockbuster. Titel-Vorschläge: „Der Maier vom Mühlenhoek“. „In aller Feindschaft“. „Um Himmels Willen“. „Ein Franke in Westfalen“. Oder, vielleicht sogar noch passender: „Peter, allein zu Haus‘“.

Denn es wird einsam um den Bürgermeister. Sollte er im Rat noch Freunde haben, die könnten allenfalls noch in Reihen der FDP oder bei Familie Mesenbrock verortet werden, trauen die sich im Angesicht einer Übermacht von Maier-Gegnern nicht mehr aus der Deckung. Zum Glück.

Abwählen oder auf die Kommunalwahl warten?

Der angerichtete Schaden ist immens. Politisch geht kaum noch was voran, weil sich die Gremien immer wieder mit der Amtsführung ihres Rathauschefs beschäftigen müssen. Das Klima ist vergiftet, mittlerweile reden die Anwälte mit. Und nach außen hin hat sich die Gemeinde zum Schilda des Münsterlandes gemacht.

Die Ratsmehrheit tut gut daran, jetzt nicht locker zu lassen und dem Spuk ein Ende zu bereiten. Der Versuch, Peter Maier an die kurze Leine zu legen, ist gescheitert. Also Abwahl oder nach dem Motto „Augen zu und durch“ das nächste Jahr überstehen und auf die Kommunalwahl warten?

Geändertes Wahlrecht in NRW

Ersteres wäre die sicherste – und nervenschonendste – Alternative. Denn: Im Augenblick deutet Vieles darauf hin, dass es nicht einen – und damit starken – Gegenkandidaten für Peter Maier gibt. Sondern wie beim letzten Mal gleich mehrere. Und in Anbetracht des geänderten Wahlrechts in Nordrhein-Westfalen, das eine Stichwahl nicht mehr vorsieht, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich der alte Bürgermeister erneut durchsetzen würde. Es soll ja immer noch Laerer geben, die ihn für einen ganz tollen Hecht halten. . .

An dieser Stelle auf den offenen Brief des Bürgermeisters an die Redaktionsleitung dieser Zeitung einzugehen, erübrigt sich. Dazu haben die Fraktionen im Hauptausschuss am vergangenen Mittwoch alles gesagt!

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