„Werkstatt Mobilität“: ÖPNV-Königsweg für Ortsteil Holthausen ist noch nicht gefunden
Radweg wird dringend gebraucht

Laerr-HOlthausen -

Die Bürger in Holthausen wünschen sich mehr Mobilität. So möchten sie, dass ihr kleiner Ortsteil verkehrlich besser angebunden wird. Und das möglichst klimafreundlich. Das zeigte sich während der „Werkstatt Mobilität“, zu der -Klimaschutzmanager Daniel Matlik im Namen der Gemeinde Laer in den Gasthof Daßmann eingeladen hatte. Dabei wurde in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen diskutiert.

Freitag, 19.07.2019, 18:00 Uhr
Intensiv setzten sich engagierte Holthausener mit dem Thema Mobilität für ihren Ortsteil auseinander. Klimaschutzmanager Daniel Matlik (r.) nahm die Wünsche der Holthausener mit ins Rathaus.
Intensiv setzten sich engagierte Holthausener mit dem Thema Mobilität für ihren Ortsteil auseinander. Klimaschutzmanager Daniel Matlik (r.) nahm die Wünsche der Holthausener mit ins Rathaus. Foto: NIx

Umweltfreundliche „Mobilität“ ist eines der großen Themen des Laerer Klimaschutzkonzeptes. In der „Werkstatt Mobilität“nahmen sich Gemeinde-Klimaschutzmanager Daniel Matlik , Gregor Speer von der „Regionalverkehr Münsterland GmbH“ und Renate Schulte, Umwelt- und Planungsamt des Kreises Steinfurt, dieses Themas an. Am Donnerstagabend ging es ausschließlich um den Bereich Holthausen. Engagierte Bürger erschienen im Gasthof Daßmann, um ausgiebig zu diskutieren und konstruktive Ideen einzubringen.

Nach der Bestandaufnahme „Was ist gut, was ist nicht gut?“ war sehr schnell klar, dass es in Holthausen Einiges zu tun gibt. Problem ist die mangelhafte Anbindung des Ortsteils an Laer und die Nachbarkommunen. Mitfahrgelegenheiten sind nur eine der Möglichkeiten, dem zu begegnen. Vermisst wird vor allem der Anschluss an die Schnellbuslinie S 70, für die es in im Ortsteil Laer vier Haltestellen gibt, jedoch in Holthausen keine. „Busverbindungen fehlen in alle Richtungen“, betonte ein Diskussionsteilnehmer.

Weiteres Manko ist der noch immer vermisste Radweg von Holthausen nach Laer. Speer machte deutlich, dass es nicht ins Konzept einer Schnellbus-Linie passt, Haltestellen in kleineren Orten mit nur geringem Fahrgastpotenzial einzurichten.

Arbeitsgruppen zu den Themen „Öffentlicher Personennahverkehr“ (ÖPNV), „Radverkehr“ und „Klimafreundliche Mobilität“ brachten Probleme auf den Punkt. „Für den Radverkehr ist der ganz klar der fehlende Radweg das größte Problem“, resümierte Schulte. Ein Umweg über Wirtschaftswege ist keine langfristige Option, besonders Eltern sorgen sich, dass ihre Kinder abends in der Dunkelheit nicht sicher sind.

„Es war eine sehr produktive Runde“, so Matlik über den Bereich „Klimafreundliche Mobilität“. Die Option der „Fahrgemeinschaften“œ wird nun intensiv weiter geprüft.

Diskussionsteilnehmer machten deutlich, dass für sie ein Wasserstoffantrieb der Elektro-Mobilität mindestens gleichwertig ist.

Problematisch bleibt erst einmal die Anbindung Holthausens an das Schnellbus-Netz. „A und O ist der Zubringer nach Laer“, betonte Speer. Die Frage ist nur, wie man den gestaltet. Ein Bürger- oder ein Taxibus wären möglicherweise hilfreich, sind aber nicht der Königsweg. Während ein Taxibus angerufen werden muss, benötigt ein Bürgerbus zahlreiche Fahrer, die erst einmal zur Verfügung stehen müssen. Überdies sei zweifelhaft, ob die Auslastung solcher Busse angemessen wäre.

„Kostendeckend lassen sie sich wohl nicht betreiben“, gab Speer zu bedenken. Der Bau des Radweges wäre schon eine deutliche Qualitätsverbesserung der Anbindung an Laer. Ein gewisses Grundangebot des ÖPNV gebe es immerhin, „sei es von Holthausen mit der Linie 183 oder nach Altenberge mit dem Taxibus 89“, so Speer. „Da lohnt sich mal ein Blick ins Internet“.

Auch eine mögliche „Mobilstation“ in Holthausen wurde an diesem Abend erörtert. Wichtige Elemente wären ein Witterungsschutz und eine Ladestation für E-Bikes. Klimaschutzmanager Matlik nahm die Wünsche der Holthausener mit ins Rathaus.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6790635?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F174%2F
WWU-Rektor Johannes Wessels: „Wir sind keine Reise-Uni“
Der Rektor der Universität Münster, Prof. Dr. Johannes Wessels (r.), hier mit Dr. Norbert Tiemann, dem Chefredakteur unserer Zeitung, besuchte die Redaktion.
Nachrichten-Ticker