Goldpaar Doris und Heinrich Fischer engagiert sich auf vielfältige Weise
„Auf gleicher Wellenlänge“

Laer -

Als Lehrer in der damaligen Volksschule (Ahaus-)Ottenstein lernten sie sich kennen, mittlerweile sind sie 50 Jahre verheiratet: Doris und Heinrich Fischer. Beide engagieren sich für die Gemeinschaft, etwa als Chor-Gründer oder für den Verein „Aktion Kinder Münster“.

Sonntag, 21.07.2019, 19:00 Uhr
Das Goldpaar Doris und Heinrich Fischer im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder sowie Gerrit Thiemann (r.) von der Gemeinde Laer vor der Schöppinger Kirche.
Das Goldpaar Doris und Heinrich Fischer im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder sowie Gerrit Thiemann (r.) von der Gemeinde Laer vor der Schöppinger Kirche. Foto: Rainer Nix

Heinrich und Doris Fischer , geborene Kröger, gehören zweifellos zu den bekannten Persönlichkeiten der Ewaldigemeinde. „Wir lagen von Anfang an auf gleicher Wellenlänge“, sagt der Mitinitiator des Laerer Madrigalchores über sich und seine Frau. Das erklärt, warum die beiden Eheleute am Samstag in harmonischer Zweisamkeit mit vielen Gästen ihre Goldene Hochzeit feiern konnten.

Der Goldbräutigam erblickte in Aschendorf an der Ems bei Papenburg das Licht der Welt, die Goldbraut in Schöppingen. Beide lernten sich 1968 als Lehrer in der damaligen Volksschule (Ahaus-)Ottenstein kennen. Später wechselte das Pädagogenpaar zur Hauptschule Ahaus. „Mit unterschiedlichen Stundenplänen und nur einem Auto“, erinnert sich Doris Fischer.

Ihr Mann war zusätzlich Fachleiter in der Lehrerausbildung und Sprecher der Fachleiterschaft für Katholische Religion der Diözesen Münster und Paderborn. Diese Funktionen gab er auf, als ihn der Weg zur Rektorenstelle an die Laerer Hauptschule führte. Seine Frau folgte ihm auch beruflich ins Ewaldi­dorf und lehrte dort an der Grundschule. Natürlich wurde auch ein Haus gebaut.

Das außerschulische Engagement der beiden Goldhochzeiter verdient ganz besondere Erwähnung. Auf Initiative von Heinrich Fischer und Erich-Robert Sorge (1933 bis 2002) wurde am 15. Dezember 1979 der Laerer Madrigalchor aus der Taufe gehoben. Der Musik fühlten sich die Fischers, zu deren Familie zwei Kinder und zwei Enkelkinder gehören, schon immer verbunden.

Gern wurde hier gesungen und musiziert, genauso wie bei der Familie Sorge, so dass die gemeinsame Idee den Chor zu gründen, schnell geboren war. „Wir waren zunächst 15 Mitglieder, mittlerweile sind wir auf 40 angewachsen“, so Doris Fischer. Erste Vorsitzende ist heute Tochter Dagmar Richter.

Begann der weit über die Grenzen Laers hinaus bekannte und beliebte Madrigalchor zunächst mit der Interpretation mittelalterlicher Liebeslieder, so entwickelte er sich mittlerweile zum besonders anspruchsvollen Oratorien-Chor. Fischer ist Mitbegründer der „Laerer Kulturstiftung“, die den Madrigalchor neben dem Förderkreis finanziell unterstützt.

Bewundernswert ist auch das Engagement der Fischers für die „Dritte Welt“ im Verein „Aktion Kinder Münster“. Der Jubilar war dort zehn Jahre lang stellvertretender Vorsitzender. Unterstützt werden Mädchen, Jungen und benachteiligte Menschen in Südamerika, zum Beispiel in Bolivien. In Afrika, Kamerun und Burundi, sind die Fischers ebenso aktiv und kümmern sich um Schulen. „Wir helfen ebenso afrikanischen Studenten an der Universität Münster bei ihren Doktorarbeiten“, erläutert die Jubilarin. Viele Freundschaften entwickelten sich. Besonders beeindruckten Fischers Reisen in Länder der „Dritten Welt“.

Vor zehn Jahren wurde Heinrich Fischer für sein außerordentliches soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen. Ein wenig Freizeit blieb und bleibt trotz allem immer noch. Im Urlaub sind die Fischers gern mit ihrem Wohnmobil unterwegs und der große Garten will ebenso gepflegt sein.

Am Samstag stand eine große Feier im Schöppinger Hotel Tietmeyer auf dem Programm.

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