Nutzung der Fläche Treus/Hinnemann in Ausschusssitzung noch unklar
Fortschritte im Freisenbrock

Laer -

Das Interesse an Baugrundstücken in Laer ist groß. Das nächste zur Vermarktung anstehende Neubaugebiet ist das rund zwei Hektar große Gelände „Freisenbrock III“, zwischen der Hofstelle Lengers und dem Wallheckenweg gelegen. „Auf der Liste stehen über 70 Bewerber, die die Vergabekriterien erfüllen“, stellte Norbert Rikels, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing während der Gremiumssitzung am Mittwochabend fest.

Donnerstag, 05.09.2019, 20:00 Uhr

Bürgermeister Peter Maier nahm nicht daran teil und ließ sich durch den Vorsitzenden wegen „anderer persönlicher Termine“ entschuldigen.

Der Bebauungsplan für den Freisenbrock III soll am 15. Oktober im Rat endgültig verabschiedet werden. „Wir möchten den Bewerbern aber möglichst früh mitteilen, ob sie ein Grundstück bekommen“, betonte Norbert Rikels . Deshalb sprach sich der Ausschuss dafür aus, die Grundstücksinteressenten bereits Anfang Oktober zu informieren.

Bauamtsleiter Stefan Wesker erläuterte den Stand der Dinge im künftigen Baugebiet: „Die Baustraße und der Kanal sind komplett geplant und gerade wird die Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten vorbereitet.“ Probleme habe ein deutlicher Höhenunterschied im Gelände bereitet, so dass zunächst die Querschnitte angepasst werden mussten. Anfang Dezember könne die Auftragsvergabe für die Erschließungsarbeiten erfolgen. „Ich vermute, vor Weihnachten wird die Erschließung nicht starten, sondern Anfang 2020“, so Wesker. Aktuell würden die Grundstücksparzellen vermessen. Die Bauherren müssen sich aber noch ein wenig gedulden. „Den Baubeginn terminieren wir auf Mai/Juni 2020“, so Wesker.

Noch nicht endgültig geklärt ist die Nutzung der Fläche „Treus/Hinnemann“. Auf dem Gelände zwischen Kreisverkehr/Altenbergerstraße und Holthausener Straße soll Gewerbe angesiedelt werden. Fraglich ist aber noch, welche Art Gewerbe dort erlaubt werden soll. Vorgesehen ist bisher die Ausweisung als „Mischgebiet“. Dies schließt Betriebe mit größerer Lärmbelastung oder Emissionen aus.

Diskutiert wird auch noch, ob ein Teil der Fläche Treus/Hinnemann als Naturschutz-Ausgleichsfläche für andere Baugebiete dienen soll, um dort Bäume anzupflanzen.

Außerdem ist die Frage offen, ob ein möglicher Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses und des Bauhofes dort angesiedelt werden könnte. „Wir sollten auf jeden Fall eine Reservefläche vorhalten, bis entschieden ist, ob und wie ein Neubau für die Feuerwehr und den Bauhof realisiert werden kann“, mahnte Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne).

Der Bauamtsleiter schlug eine partielle Entwicklung des Gebietes als Kompromiss vor: „Wir sollten jetzt mit Teilflächen an den Markt gehen, was mit wenig Aufwand machbar wäre.“ Interessenten für das Gebiet gebe es schon. Man könne zunächst drei Parzellen mit jeweils 6000 Quadratmetern erschließen. Qualitativ besonders hochwertig seien die Flächen entlang der Altenbergerstraße, direkt am Ortseingang und gut sichtbar. „Das sind keine klassischen Gewerbeflächen, aber zum Beispiel gut geeignet für Versicherungsbüros, Anwaltspraxen und Ähnliches“, regte Wesker an.

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