Bauausschuss: Ohne Gesamtplan droht massive Bebauung
Zankapfel „Cösters Kamp“

laer -

Die Bebauung des Bereiches „Cösters Kamp“ im Ortskern des Ewaldidorfes bleibt umstritten. Einstimmig hat der Bauausschuss am Mittwochabend die Bauvoranfrage des Investors abgeschmettert. Dieser plant auf dem Grundstück „Am Bach 16“ den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern sowie die Umnutzung eines Gebäudes zum Mehrfamilienhaus.

Freitag, 20.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 15:42 Uhr

„Das ist eine unheimlich massive Bebauung“, kritisierte Ausschussvorsitzender Robert Vowinkel ( CDU ). Investor, Planer, Verwaltung, Politiker und Anlieger diskutieren seit Jahren kontrovers über das Vorhaben. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Cösters Kamp II“ scheiterte bisher an den unterschiedlichen Vorstellungen von Investor und Anliegern. Bauausschuss und Gemeinderat schlossen sich den Bedenken der Bürger an und lehnten die Entwürfe für eine Bebauung mehrfach ab.

Da bisher aber kein gültiger Bebauungsplan für das Gesamtgebiet vorliegt, bezieht sich die aktuelle Bauvoranfrage nur auf die Teilfläche „Am Bach 16“.

„Solange kein Bebauungsplan existiert, besteht die Gefahr, dass der Kreis als Genehmigungsbehörde eine Entscheidung nach Paragraf 34 Baugesetzbuch fällt“, warnte Bernhard Lülff (CDU). Dieser Paragraf regelt die Zulässigkeit von einzelnen Bauvorhaben im Innenbereich, die kein Bebauungsplan erfasst. „Wir brauchen schnell einen runden Tisch, um einen Konsens zu finden“, mahnte Lülff eindringlich. Dafür sei es sinnvoll, einen unbeteiligten Fachmann als Vermittler und Berater einzuschalten.

„Ohne das Einvernehmen der Nachbarn geht es auf keinen Fall“, betonte Guido Prümer (Grüne). Vermittlungsversuche von Bürgermeister Peter Maier seien bisher erfolglos gewesen.

„Sie hatten einen klaren Auftrag des Bauausschusses zum Gespräch mit dem Planer und den Anliegern und haben sich nicht daran gehalten“, warf Prümer dem Bürgermeister vor. Dies wies Peter Maier zurück: „Ich habe im Frühjahr eine fachliche Stellungnahme abgegeben und dazu stehe ich.“

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass die Gemeinde die Entscheidung über „Cösters Kamp“ nicht dem Kreis überlassen will. Dann drohe eine stückweise Bebauung des Gebietes.

Einstimmig wurde der Bürgermeister beauftragt, die Kreisbehörden über die beabsichtigte Aufstellung eines Bebauungsplanes zu informieren. Außerdem soll schnell ein Vermittler zur Durchführung eines „runden Tisches“ aller Beteiligten gefunden werden.

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