Sitz im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing beantragt
Unternehmer wollen mitreden

Laer -

Die heimischen Unternehmer, die sich erst kürzlich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben, wollen im Ewaldidorf etwas bewegen und dabei mit der politischen Gemeinde kooperieren. Deswegen hätten sie gerne einen Sitz im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion im Rat eingebracht. Dieser stand in der jüngsten Sitzung zur Debatte.

Mittwoch, 16.10.2019, 18:00 Uhr

Nicht nur Kämmerer Thorsten Brinker, sondern auch die Fraktionen begrüßen die Gründung des neuen Unternehmernetzwerkes Laer, kurz UNL genannt. Das zeigte sich während der jüngsten Ratssitzung. In seiner Haushaltsrede wertete der Finanzexperte die Konstituierung als ein „Statement“ für das Ewaldi­dorf. Auch die Parteien begrüßten das Engagement der Unternehmer, die vor Ort etwas bewegen und dabei mit der politischen Gemeinde kooperieren wollen.

Um mitreden und mitmischen zu können, haben die Initiatoren des UNL um eine Stimme im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing gebeten. Ihrem Wunsch entsprechend, stellten die Fraktionen FDP und SPD den Antrag, Clemens Moormann als einem der Sprecher der Gruppierung, einen Sitz als Sachkundigen Bürger in dem Fachgremium zur Verfügung zu stellen.

Dieser sei von der Unternehmerschaft benannt worden, erklärte SPD-Fraktionschef Norbert Rikels, auf die Frage der Grünen Ratsfrau, Bettina Leinhoes, die wissen wollte, nach welchen Kriterien Moormann ausgesucht worden sei und was ihn legitimiere. „Wer vertritt da wen?“ wollte auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Elke Schuchtmann-Fehmer wissen, die anregte, erst die Vereinsgründung des UNL mit den entsprechenden Organen abzuwarten. Diese ist für 2020 geplant. Die Ratsfrau plädierte weiter dafür, dass der Sitz im Ausschuss nicht an eine Person gebunden werden sollte.

Es sein ein „verheerendes Signal“, wenn kein Beschluss zustände käme, gab der fraktionslose Ratsherr Uwe Veltrup zu bedenken. Ähnlich sah das Christdemokrat Peter Mayer, der davor warnte, das „Engagement“, das sich hier zeige, zu „unterdrücken“.

Dass es den Grünen nicht darum gehe, betonte die Grünen-Chefin. Ihre Fraktion begrüße die Initiative und habe auch nichts gegen den Sitz im Fachausschuss, jedoch sollte das demokratisch legitimiert sein.

Norbert Rikels zog den Antrag schließlich zurück und regte an, die Gründer des Unternehmernetzwerkes in die nächste Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing am 28. Oktober einzuladen. Sie könnten dann berichten und ihr Anliegen persönlich vorstellen. Während seiner nächsten Sitzung am 4. Dezember könnte dann der Rat entscheiden.

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