Laerer und Horstmarer Jugendfeuerwehren zeigen bei Übung engagierten Einsatz
Jeder Handgriff muss sitzen

Laer/Horstmar -

Während einer Großübung auf einem Hof in der Bauerschaft Vowinkel probten die Jugendfeuerwehren aus Laer und Horstmar den simulierten Ernstfall. Dabei mussten die jungen Helfer unter anderem auch zwei verletzte Personen bergen und die Wasserversorgung aufbauen. In der Not muss jeder Handriff sitzen.

Donnerstag, 24.10.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 25.10.2019, 15:34 Uhr
Die Jugendfeuerwehr-Mitglieder retteten eine Person, die bei dem Werkstattbrand verletzt worden war. Die anderen Helfer bauten eine Wasserversorgung zum Löschen auf.
Die Jugendfeuerwehr-Mitglieder retteten eine Person, die bei dem Werkstattbrand verletzt worden war. Die anderen Helfer bauten eine Wasserversorgung zum Löschen auf. Foto: Nix

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18.15 Uhr. Bei der Feuerwehr in Laer geht ein Alarmruf ein: „Werkstattbrand mit einer vermissten Person“. Sofort machen sich die Kameraden auf den Weg zu einem Hof in der Bauerschaft Vowinkel.

Dieses Mal war es nur eine Übung, doch die realen Einsätze sehen oft ganz ähnlich aus. Gefordert waren die Jugendfeuerwehren aus Laer und Horstmar. Gemeinsam stellten sich mehr als 20 Nachwuchs-Brandbekämpfer dem Szenario. Mehrere Fahrzeuge rückten mit Blaulicht und Martinshorn an. Im Ernstfall muss jeder Griff sitzen, es geht auf Zeit, doch hier war noch Gelegenheit die eigenen Fertigkeiten zu trainieren.

Zunächst einmal hat die Rettung Verletzter oberste Priorität. In der Werkstatt war ein „Feuer“ ausgebrochen, eine Nebelmaschine sorgte für dichten „Rauch“. Das erschwerte die Rettung, doch schnell war das Tor aufgerissen und die Helfer drangen unter Atemschutz mit einem Hohlstrahlrohr in den Raum. Man kann nie wissen, welche Situation man vorfindet.

„Beim Eintreffen entdeckt der Angriffstrupp, dass auch noch eine Person unter einem 200 Kilo schweren Strohballen liegt“, erläuterte der Laerer Jugendfeuerwehrbetreuer Niklas Schulze Pröbsting. In diesem Fall spielte die Rolle des Eingeklemmten ein Dummy, also eine Puppe. Schnell waren Helfer zur Stelle und leisteten erste Hilfe, bevor der Körper mit vereinten Kräften von der Last des Ballens befreit wurde.

Eine weitere Überraschung: In einem oberen Stockwerk lag eine weitere Person mit gebrochenem Bein. Sie wurde mittels Leitereinsatzes gerettet. Am Tanklöschfahrzeug war rasch ein „Lichtmast“ aufgerichtet, denn die Abenddämmerung tauchte alles in diffuses Licht. Das war für die Rettungsmaßnahmen nicht gerade förderlich.

„Eine großangelegte Übung wie diese steht nicht so oft auf dem Programm“, so Schulze Pröbsting. Alle zwei Wochen ist hingegen Jugendfeuerwehr-Ausbildung angesagt, bei der Grundlegendes vermittelt wird. „Schnell war hier eine Wasserversorgung aufgebaut, die Besatzung eines weiteren Fahrzeugs kümmerte sich um die gerettete Person“, sagte Katja Hüwe, die zu den Vorbereitungskräften der Übung gehörte. Sicherheit kann der Feuerwehrnachwuchs nur gewinnen, wenn jeder Handgriff immer wieder geübt wird. In die Jugendfeuerwehr kann eintreten, wer zehn Jahre oder älter ist. Mit 18 erfolgt der Wechsel in die aktive Wehr. Auskünfte dazu gibt es beim Leiter der Laerer Feuerwehr, Stephan Rikels und beim Leiter der Horstmarer Freiwilligen Feuerwehr, Frank Burrichter. Feuerwehrfrau oder -mann zu sein ist eine motivierende Aufgabe. Es geht um Brandverhütung und Bekämpfung, den Umgang mit Technik, Erste Hilfe, Technische Hilfeleistungen und vieles mehr.

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