Gemeindeverwaltung Laer kündigt Kontrollen an
Endlich Schluss mit dem Plastik in der Biotonne

Laer -

In Kürze werden Mitarbeiter der Entsorgungs-Gesellschaft des Kreises Steinfurt den Biomüll inspizieren.

Sonntag, 27.10.2019, 13:22 Uhr aktualisiert: 27.10.2019, 13:24 Uhr
Dieses Bild werden die Laerer Bürger demnächst häufiger sehen: Emsige Kontrolleure, die einen Blick in die Biotonnen werfen.
Dieses Bild werden die Laerer Bürger demnächst häufiger sehen: Emsige Kontrolleure, die einen Blick in die Biotonnen werfen.

Biotonnen-Kontrollen wird es demnächst im Ewaldidorf geben. Das kündigt die Gemeindeverwaltung in einem Pressetext an. „Wer nicht richtig befüllt hat, bekommt eine Verwarnung in Form eines gelben Aufklebers. Wer wiederholt falsch sortiert hat, bekommt einen roten Aufkleber. Das bedeutet, dass die Tonne nicht geleert wird“, heißt es dort weiter. Der „Wiederholungstäter“ müsse seine Biotonne erst einmal nachsortieren, damit sie wieder geleert würde. Ganz üble Biotonnenverschmutzer bekämen auch schon bei der ersten Kontrolle die rote Karte gezeigt.

Die Laerer Bioabfälle werden im Kompostwerk der kreiseigenen Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) in Saerbeck verwertet. Daraus entsteht wertvoller Kompost, der als Dünger auf die Äcker aufgebracht wird.

„Alle nichtkompostierbaren Abfälle, die in der Biotonne landen, müssen am Kompostwerk aufwendig aussortiert und anschließend teuer entsorgt werden. Diese Kosten tragen alle Bürger über ihre Müllgebühren, auch diejenigen, die ihren Bioabfall richtig sortieren“, erklärt die Abfallberatung der Gemeinde.

Als Nebenprodukt der Kompostierung entstehe zudem Ökostrom für rund 2000 Haushalte. Der Erlös aus dem Stromverkauf mindere die Abfallgebühren für alle Bewohner des Kreises. Um etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun, dass gut sortierende Bürger genau so viel zahlen wie „Müllferkel“ und um dauerhaft die hohe Qualität des Steinfurter Komposts zu sichern, sind nun die Biotonnenkontrolleure unterwegs. Die zwei Frauen und zwei Männer sind Mitarbeiter der EGST, aber im Auftrag der Gemeinde unterwegs.

„Jährlich rund 5000 Tonnen, das sind immerhin fast zehn Prozent des eingesammelten Bioabfalls, müssen am Kompostwerk Saerbeck als Restabfall aussortiert werden“, so Beatrice Daal , Pressesprecherin der EGST. Das koste Zeit, Energie und sehr viel Geld. Am Ende bliebe auch immer ein Risiko, dass ein Teil nicht erfasst würde und im Kompost auf dem Gemüseacker lande. Das könne niemand wollen. Die Anzahl der Fehlwürfe sei zwar seit 2014, als die EGST mit ihrer Aufklärungskampagne zur richtigen Befüllung der Biotonne als „Aktion saubere Biotonne“ begonnen hat, bereits zurückgegangen, es gehe aber noch viel besser, meint Beatrice Daal.

Wer keinen gelben oder roten Aufkleber auf seiner Tonne bekommen möchte, sollte folgende Tipps beherzigen. In die Biotonne gehören nur kompostierbare Abfälle aus Küche und Garten. Diese dürfen in Papiertüten, in kompostierbaren Tüten (mit Keimling-Symbol) oder in Zeitungspapier gewickelt in der Tonne entsorgt werden.

In Plastiktüten verpackte Bioabfälle, Gläser (auch nicht, wenn beispielsweise noch Marmelade oder Gurken drin sind) sowie alle anderen Abfallarten, die nicht kompostierbar sind, gehören nicht in die Biotonne.

Oft zu findende Fehlwürfe sind beispielsweise auch Windeln, Flaschen, Wattestäbchen, Verpackungen, Zeitschriften, Textilien, Taschen und Schuhe.

Auch tierische Fäkalien wie Hunde- und Taubenkot sowie Katzen- und nicht biologisch abbaubares Kleintierstreu dürfen nicht über die Biotonne entsorgt werden, warnt die Gemeindeverwaltung abschließend.

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