Initiatoren des Unternehmernetzwerkes stellen sich im Ausschuss für Wirtschaftsförderung vor
Nur gemeinsam ist man stark

Laer -

„Lasst uns Laer gemeinsam zu einer Perle im Münsterland machen“, lautete der Appell von Reinhard Lülff und Klemens Mormann an die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing. Die beiden Mitinitiatoren stellten während dessen Sitzung die Ziele und Wünsche des neu gegründeten Unternehmernetzwerkes (UNL) vor, das möglichst viele Bürger ansprechen will.

Dienstag, 29.10.2019, 16:30 Uhr
Klemens Mormann (l.) und Reinhard Lülff gehören zu den Initiatoren des neu gegründeten Unternehmernetzwerkes Laer. Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung stellten sie ihre Ziele und Wünsche vor.
Klemens Mormann (l.) und Reinhard Lülff gehören zu den Initiatoren des neu gegründeten Unternehmernetzwerkes Laer. Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung stellten sie ihre Ziele und Wünsche vor.

Am Ende gab es Applaus, ein Danke und ein dickes Lob des Ausschuss-Vorsitzenden. „Das ist ein Fundament, auf dem sich Häuser oder vielleicht sogar Schlösser bauen lassen“, zeigte Norbert Rikels sich von den Ausführungen der Vertreter des neu gegründeten Unternehmernetzwerks, kurz UNL genannt, geradezu beflügelt. So waren Reinhard Lülff und Klemens Mormann am Montagabend in die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing gekommen, um die Ziele, Pläne und Wünsche der Gewerbetreibenden und Geschäftsleute, die sich in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen haben, dem Fachgremium vorzustellen. Den entsprechenden Antrag hatten die Grünen gestellt, die den Initiatoren nach der Vorstellung bei den Parteien eine öffentliche Plattform bieten wollten, ihr Ansinnen noch einmal publik zu machen.

Dass sich nach der vielversprechenden Auftaktveranstaltung am 4. September (wir berichteten) einiges getan hat, machten die beiden Redner klar. Momentan habe die Interessengemeinschaft noch einen inoffiziellen Charakter. Doch man hoffe, schon bald ein eingetragener Verein mit klarer Funktionsverteilung zu werden. Die Formalien für die Eintragung ins Vereinsregister würden derzeit geprüft.

„Wir wollen ein möglichst einfaches, unbürokratisches und schlagkräftiges Instrument schaffen“, betonten die beiden Gäste. Um die Arbeit des UNL voranzubringen, träfen sich zehn ihrer Vertreter alle vier Wochen. Dabei würden „bestmögliche Strategien entwickelt“, um vor Ort gemeinsam etwas zu bewegen. Erklärtes Ziel sei, das Potenzial, das es in Laer gibt, zu nutzen und weiter zu fördern. Als Netzwerk wolle man auch positiven Einfluss auf die Politik beziehungsweise den Rat nehmen und ihm „konstruktiven Input“ liefern. Zudem strebe das UNL eine Kooperation mit dem Dorfmarketing, der Presse, Entscheidungsträgern und den Bürgern an, um Werbung für Laer als Unternehmensstandort und Lebensmittelpunkt zu machen. Dabei gelte es, das Dorf für eine digitale, klimafreundliche und globale Zukunft zu sensibilisieren und mustergültig aufzustellen.

„Lasst uns Laer gemeinsam zu einer Perle im Münsterland machen“, appellierte Klemens Mormann an die Ausschussmitglieder. Gut vernetzt und mit vereinten Kräften ließe sich sicherlich einiges bewegen. Einen entsprechenden Versuch in diese Richtung hätten vor einiger Zeit bereits die „Lokalmatadoren“ unternommen. Doch diese private Initiative sei leider nicht weiter fortgeführt worden, bedauerte er.

Wegen der hohen Hebesätze vor Ort, müsse man an anderer Stelle punkten, meinten Lülff und Mormann. So gelte es beispielsweise neue Gewerbeflächen zu erschließen und weitere Unternehmen in den Ort zu holen. Mit einer größeren Attraktivität und besseren Außenwirkung von Laer könne es sicherlich auch gelingen, mehr Fachkräfte und Auszubildende, die dringend gebraucht würden, ins Dorf zu locken.

Die Redner kündigten an, dass einige Vertreter aus dem Umfeld des UNL konkret planten, sich aktiv in die Laerer Parteienlandschaft einzubringen und im Rat mitmischen zu wollen, um mittelfristig mehr zu bewegen und den Unternehmern vor Ort eine Stimme zu geben. Doch die politische Arbeit sei formal vom UNL zu trennen, da die Akteure dabei als Einzelpersonen auftreten müssten.

Man glaube, dass die Visionen rund um eine zukunftsorientierte, weniger zerstrittene und positive visionäre Politik für Laer stark mit der Unternehmerschaft übereinstimme, hieß es abschließend.

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