Erster Probelauf für den geplanten „Baumberger Marsch“ erfolgreich absolviert
Schritt für Schritt durch die Natur

Laer/Baumberge -

Es ist ein ordentliches Tempo, mit dem die Wanderer unterwegs sind. Durchschnittlich 11,33 Minuten pro Kilometer. Das sagt das Display der Uhr. Es geht durchs Wohngebiet. Über Wirtschaftswege. Durch Wälder. Über einen Teil der „RadBahn“. Schritt für Schritt geht es mitten durch die Natur. Vorbei an der „Kapelle der fünf Wunden“. An Bächen, die leicht vor sich hinplätschern. Über Brücken. Über Stock und über Stein. Dann und wann queren Jogger den Weg.

Dienstag, 21.01.2020, 18:00 Uhr
Rund 150 Wanderer beteiligten sich am ersten Probelauf für den geplanten „Baumberger Marsch“. Start und Ziel war der Sportplatz in Laer. Fotos: Stephanie Sieme
Rund 150 Wanderer beteiligten sich am ersten Probelauf für den geplanten „Baumberger Marsch“. Start und Ziel war der Sportplatz in Laer. Fotos: Stephanie Sieme

„Wo kommen die denn alle her?“, fragt eine Frau im Sportdress. „Wo wollt ihr hin?“, will ein Radfahrer wissen, als er an der langen Menschenschlange vorbei fährt. „In die Richtung“, sagt einer der Wanderer, lacht und zeigt auf die vor ihm marschierenden Frauen und Männer. „Das seh ich“, antwortet der Radfahrer und lacht ebenfalls.

Rund 150 Wanderer sind unterwegs und nehmen am ersten Probelauf für den geplanten „Baumberger Marsch“ teil. „Mit so viel Resonanz haben wir nicht gerechnet“, sag Bernd Kösters , der zusammen mit Marco Lennertz, René Landvoigt, Matthias Rosenbaum und Dieter Reers zum Organisationsteam der Langstreckenwanderung, die am 6. Juni (Samstag) stattfindet, gehört. 41,27 Kilometer werden unter die Sohle genommen – fast eine Marathon-Strecke.

Beim ersten Probelauf sind es etwas über 15 Kilometer, die angegangen werden. Start und Ziel ist der Sportplatz in Laer. Die Führung übernimmt Kösters. Also immer der neongelben Jacke hinterher.

Einige sind in Gruppen unterwegs, andere als Pärchen oder auch alleine. Sie kommen unter anderem aus Billerbeck, Darup, Nottuln, Coesfeld und verteilt von der ganzen Beerlage. Manch einer hat auch seinen Hund mit dabei. Die Sonne scheint. Die leichte kühle Brise, die einem ab und zu um die Nase weht, tut gut. Erfrischend. Alle sind gut drauf.

Während es strammen Schrittes Richtung Höpingen geht, wird gequatscht. Über Gott und die Welt. Über das passende Trainingsprogramm für den „Baumberger Marsch“. Über Familienfeiern. Über Winterfeste und Sportangebote. Zwei Pausen werden eingelegt. Proviant aus den Rucksäcken rausgeholt und zum Teilen angeboten.

Unter die Wanderer haben sich auch Rita und Astrid Gehrmann gemischt. Verwandt sind die beiden Daruperinnen nicht miteinander, wie der gleiche Nachname vermuten lässt. „Wir sind Freundinnen. Unsere Männer hatten zufällig denselben Nachnamen. Und wir beide kommen sogar gebürtig aus Lette“, erzählt Astrid Gehrmann lächelnd. Beide haben sich für den „Baumberger Marsch“ angemeldet. „Familie und Freunde finden das toll, halten uns aber für verrückt, dass wir das machen“, so Rita Gehrmann und lacht. Es sei ein Ansporn. Beide wandern regelmäßig. Eine Strecke von über 40 Kilometer aber noch nie. „Wenn der Körper nein sagt, dann hören wir auf. Der olympische Gedanke zählt: Mitmachen ist alles“, sagt Astrid Gehrmann. „Der Weg ist das Ziel“, ergänzt Freundin Rita. Der Probelauf habe ihnen schon einmal gut gefallen. Für den nächsten Probelauf am 16. Februar (Sonntag), der um 10 Uhr am Rhodeplatz in Nottuln startet und endet, wollen sie erneut ihre Wanderschuhe schnüren.

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