Grüne Bürgermeister-Kandidatin in Laer
Helga Bennink geht ins Rennen

Laer -

Bündnis 90/Die Grünen treten zur Kommunalwahl am 13. September mit einer eigenen Bürgermeister-Kandidatin an. Sie heißt Helga Bennink und verfügt über 20 Jahre Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung der Stadt Wuppertal. Zudem war die 57-Jährige Grüne jahrelang im Rat der Stadt Münster aktiv.

Freitag, 24.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 21:51 Uhr
Helga Bennink will Bürgermeisterin von Laer werden. Die 57-jährige Diplom-Geologin tritt für Bündnis 90/Die Grünen Laer und Holthausen zur Kommunalwahl an.
Helga Bennink will Bürgermeisterin von Laer werden. Die 57-jährige Diplom-Geologin tritt für Bündnis 90/Die Grünen Laer und Holthausen zur Kommunalwahl an. Foto: Greta Fehmer-Reinhardt

Bündnis 90/ Die Grünen Laer und Holthausen tritt zur Kommunalwahl am 13. September mit einer eigenen Bürgermeister-Kandidatin an. Sie heißt Helga Bennink und verfügt über 20 Jahre Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung der Stadt Wuppertal. Zudem war die 57-jährige Grüne bis im Sommer 2016 im Rat der Stadt Münster aktiv.

Geboren ist die Diplom-Geologin in Emlichheim in der Grafschaft Bentheim. „Das ist ein kleiner Ort, etwa so groß wie Laer“, erzählt die Tochter eines Landwirtes, die mit drei Schwestern groß geworden ist. „Weil es keinen Jungen gab, mussten wir Mädchen alle viel auf dem Hof helfen. Deswegen kann ich auch melken“, erinnert sich die dritte der vier Geschwister an ihre Kindheit und Jugend. Die sei durch das Landleben geprägt gewesen.

„Ich bin mit der plattdeutschen Sprache groß geworden“, blickt Helga Bennink zurück, die 1981 zur Uni nach Münster ging. Dort studierte die Bürgermeister-Kandidatin Geologie und Paläontologie. Nach verschiedenen Arbeitsstellen begann sie im Jahr 2000 bei der Stadt Wuppertal im Bereich Geodatenmarketing und beschäftigte sich mit dem Wuppertaler Umwelt- und Geodatenportal.

„Ich habe immer in Münster gewohnt und bin sehr viel mit dem Zug gefahren“, berichtet die Berufspendlerin, die im Jahr geschätzt auf rund 80 000 zurückgelegte Bahnkilometer kommt. Umso erstaunlicher, dass die politisch interessierte Frau, die seit 1993 bei den Grünen aktiv ist, im Jahr 2002 noch die Zeit fand, ein Ratsmandat in der Stadt Münster für ihre Partei zu übernehmen. Zeitweise war die 1962 Geborene planungs- und wohnungspolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion und deren Fraktionsvorsitzende. Dieses Amt legte die Grüne allerdings nieder, als ihre Mutter schwer erkrankte und sie 2015 bei der Stadt Wuppertal eine neue berufliche Herausforderung im Bereich Altlasten und Umgebungslärm angenommen hat, was viel Einarbeitungszeit erforderte.

„Ich finde Laer ist ein sehr schöner Ort, in dem es noch alte Strukturen und ein gut funktionierendes Gemeinwesen gibt“, nennt die Bewerberin die Gründe, die sie reizen, für das Bürgermeisteramt im Ewaldidorf zu kandidieren.

„Wir haben sie gefragt, weil sie auf uns einen sehr guten Eindruck gemacht hat und weil wir von ihren Qualitäten überzeugt sind“, erklärt Fraktionssprecherin Elke Schuchtmann-Fehmer.

Sie habe Helga Bennink schon vor einiger Zeit auf Kreisebene kennengelernt. In ersten Vorgesprächen sei schnell deutlich geworden, dass man gut zusammenpasse. Die Chemie zischen ihnen stimme, bestätigen auch die Sprecher des grünen Ortsverbandes, Daniel Haudek und Lorenz Danzer, die froh sind, dass ihre Kandidatin von außen kommt. Dadurch sei ihr Blick auf die Gemeinde und ihre Bewohner unvoreingenommen.

Ideal sei, dass Helga Bennink Erfahrungen in der freien Wirtschaft, der Verwaltung, im Marketing und in der Kommunalpolitik gemacht habe und dadurch breit aufgestellt sei. Ihre ruhige und entspannte Art spräche dafür, dass sie gut mit Menschen umgehen könne, was besonders auch für die Leitung der Verwaltung wichtig sei.

„Der Zeitpunkt ist richtig, mit unserer Kandidatin an die Öffentlichkeit zu gehen“, zeigen sich die Grünen überzeugt, dass es gut war, erst das Abwahlverfahren abzuwarten und dann neu durchzustarten.

„Und ich habe Zeit, die Gemeinde Laer und ihre Bürger besser kennenzulernen“, freut sich die Bewerberin, die sich darauf einstellt, dass sie in den nächsten Wochen weniger Zeit für ihren Mann und die Hobbys Schwimmen mit ihrer Freundin, Rad fahren und Lesen haben wird. Doch das gehöre schließlich zum Geschäft.

Und welche Themenschwerpunkte hat sie sich gesetzt? Helga Bennink will das Klimaschutzkonzept weiterentwickeln und die Parklandschaft erhalten. Zudem möchte sie die Quartiersentwicklung nicht nur fördern, sondern auch umsetzen. Ihr liegt zudem am Herzen, dass sich Familien, aber auch Senioren in Laer wohl fühlen. Deswegen will sie beispielsweise generationsübergreifende Wohnprojekte fördern.

Um die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Ort zu verbessern und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen, will die Kandidatin den Ortskern „entschleunigen“.

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