Förderprogramm für Sportstätten
Laerer Vereine zeigen wenig Interesse

Laer -

Bisher ist das Förderprogramm „Moderne Sportstätten“, das vom Land NRW in 2019 aufgelegt worden ist,

bei den Vereinen in Laer auf wenig Interesse gestoßen. Das zeigte sich während der jüngsten Ratssitzung. Wie es dort hieß, liegt dem Kreissportbund bisher erst ein Antrag von unter 30 000 Euro vor. Dabei sei eine Fördersumme von insgesamt 300 000 Euro vorgesehen.

Montag, 02.03.2020, 18:55 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 15:54 Uhr

Sportplätze und -hallen aller Art sind in jeder Kommune wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Doch Unterhaltung, Modernisierung oder Sanierung der Anlagen sind oft schwer finanzierbar. Hier setzt das Förderprogramm „Moderne Sportstätten“ an, welches vom Land Nordrhein-Westfalen im vergangene Jahr aufgelegt wurde. Es stellt Mittel für Investitionsmaßnahmen an Sportstätten bereit.

In der jüngsten Ratssitzung wurden die Richtlinien des Programms von der Verwaltung kurz erläutert. Gefördert werden Investitionen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung oder Ausstattung sowie Umbau oder Ersatzneubau von Sportanlagen und Sportstätten.

Förderung möglich

Ebenso förderfähig sind Infrastrukturmaßnahmen wie energetische Erneuerung, digitale Modernisierung, Herstellung von Barrierefreiheit oder Änderungen zur Vermeidung von Unfällen. Nicht gefördert wird der Erwerb von Sportstätten.

Das Programm richtet sich an eigenständige Sportvereine und -organisationen, die Besitzer oder Pächter von Sportstätten sind. „Nur die Vereine können Mittel beantragen, nicht die Kommune“, betonte Stefan Wesker. Es reiche aber aus, wenn der Verein „wirtschaftlicher Eigentümer“ der Anlage sei, also einen gültigen Pachtvertrag habe.

Umfang und Höhe der Zuwendungen hängen von der jeweiligen Fördermaßnahme ab, der Fördersatz kann bis zu 90 Prozent betragen. Die Sportvereine beziehungsweise -organisationen müssen einen Eigenanteil übernehmen. Dieser kann aber laut Förderrichtlinien auch durch die Kommune, über das Bürgschaftsprogramm des Landes oder durch bürgerschaftliches Engagement als Eigenleistung erbracht werden.

Die Vereine müssen ihre Anträge beim Landessportbund stellen. Die Förderempfehlung spricht aber im Einvernehmen mit der Gemeinde der Kreissportbund aus. Die Entscheidung über die Gewährung der Mittel liegt dann bei der Staatskanzlei NRW.

Für die Vereine in der Gemeinde Laer ist insgesamt eine Fördersumme von 300 000 Euro vorgesehen. Alle potenziellen Vereine und Organisationen wurden vom Kreissportbund auf das Förderprogramm hingewiesen. Dem Kreissportbund liegt aus Laer bisher aber nur ein Antrag unter 30 000 Euro vor.

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