Dorstener Landschaftsarchitekt Andreas Freese soll Konzept für Anlagen erstellen
Räume für fantasievolles Spielen

Laer -

Die Mitglieder des Jugendausschusses haben einstimmig beschlossen, den Dorstener Landschaftsarchitekten Andreas Freese mit der Aufstellung des Spielplatzkonzeptes für Laer zu beauftragen. Dieses soll unter der Leitidee „Lebenswelten“ stehen und jeder Platz seinen eigenen Charakter erhalten. Als Musterspielplätze werden die Anlage an der Bodelschwinghstraße, am Rathausteich und an der Schorlemer Straße priorisiert.

Freitag, 13.03.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 15.03.2020, 14:26 Uhr
Zu den Musterspielplätzen, die zuerst an die Reihe kommen sollen, gehört die Anlage am Rathausteich.
Zu den Musterspielplätzen, die zuerst an die Reihe kommen sollen, gehört die Anlage am Rathausteich.

„Trist, lieblos, platt“. So beschreiben Teilnehmer eines Workshops das Erscheinungsbild der meisten Spielplätze in Laer. Schon seit Jahren bewegt die Spielplatzsituation Bürger und Kommunalpolitiker. Mehrfach wurde über die Aufstellung eines Sanierungskonzeptes der insgesamt 16 Anlagen in Laer und Holthausen diskutiert – ohne greifbares Ergebnis. Nun soll das Spielplatzkonzept endlich realisiert werden.

16 Spielplätze

Im Ausschuss für Jugend, Sport, Schule und Bildung unter Vorsitz von Margarete Müller präsentierte der Landschaftsarchitekt Andreas Freese aus Dorsten das Ergebnis eines Workshops, der im September 2019 stattgefunden hat. Ziel war neben der Bestandsaufnahme die Entwicklung eines „ortsspezifischen Leitbildes“ für die Spielplätze.

„Jeder Platz soll seinen eigenen Charakter erhalten“, so Andreas Freese. Im Workshop, an dem sich Kommunalpolitiker, Vertreter der Kinder-Tageseinrichtungen sowie der Jugendarbeit und interessierte Bürger beteiligten, sei klar geworden, dass man für die Plätze keine „Standardausstattung“ wolle. Stattdessen soll das Spielplatzkonzept unter der Leitidee „Lebenswelten“ stehen. Jeder Platz könne ein anderes Thema widerspiegeln, erläuterte Freese, der schon zahlreiche Spielanlagen geplant hat. Es gehe nicht nur um die Aufstellung neuer Geräte, sondern um die Schaffung von Räumen für fantasievolles Spielen. Die Art der Gestaltung müsse der jeweiligen Altersgruppe, aber auch dem Gelände angepasst werden. „Es ist auch möglich, auf einem Platz verschiedene Bereiche für kleine und ältere Kinder zu schaffen“, so Freese. Denkbar sei auch die naturnahe Gestaltung einiger Plätze.

Um sich nicht zu verzetteln, schlägt der Landschaftsarchitekt die Umsetzung des Masterplans „Spielplätze als Lebenswelten“ in mehreren Schritten vor. Zunächst sollen die Ziele geklärt und die Potenziale aller Plätze erfasst werden. Dabei sollen Kinder und Jugendliche aktiv einbezogen werden. Im zweiten Schritt folgt die konkrete Umsetzung der Leitidee „Lebenswelten“ für die einzelnen Plätze. Dabei geht es dann um Einzelheiten wie Spielgeräte und Naturflächen, aber auch um Fragen des Aufenthaltskomforts und der Barrierefreiheit. Im dritten Schritt sieht der Masterplan Musterentwürfe und Kostenschätzungen vor.

Zwar sollen alle Spielplätze in das Konzept einbezogen werden, aber es erfolgt eine Priorisierung. „Es macht Sinn, sich zunächst auf drei Plätze zu konzentrieren“, so Freese. Als Musterspielplätze entschied sich der Ausschuss für die Anlagen Bodelschwinghstraße, Rathausteich und Schorlemer Straße.

Der gesamte Planungsprozess soll von einem Beirat begleitet werden, bestehend aus Mitgliedern des Fachausschusses, einem Vertreter der Offenen Jugendarbeit sowie Teilnehmern des Workshops. Andreas Freese geht von einer zügigen Umsetzung aus: „Das Konzept könnte bereits im Herbst vorliegen.“

Einstimmig votierte der Jugendausschusses dafür, den Dorstener Landschaftsarchitekten mit der Aufstellung des Spielplatzkonzeptes zu beauftragen.

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