Erster Arbeitstag von Manfred Kluthe als Bürgermeister von Laer
„Es ist ein Gefühl von Frühling“

Horstmar -

Auf seine künftigen Aufgaben als neuer Bürgermeister von Laer freut sich Manfred Klute, der am 1. Oktober seinen Dienst in der Gemeindeverwaltung angetreten hat. Die vier Wochen bis zur konstituierenden Ratssitzung will der 43-Jährige ehemalige Studiendirektor nutzen, um sich in die Verwaltungsmaterie einzuarbeiten. Während einer Personalversammlung am Donnerstag hat er sich der Belegschaft vorgestellt.

Sonntag, 04.10.2020, 08:34 Uhr
Am 1. Oktober hat Manfred Kluthe als neuer Bürgermeister der Gemeinde Laer seinen Dienst angetreten und sein Büro
Am 1. Oktober hat Manfred Kluthe als neuer Bürgermeister der Gemeinde Laer seinen Dienst angetreten und sein Büro

Auf seinem Schreibtisch stehen die Blumen vom Vortag. Die haben Manfred Kluthe und seine Frau Nadine während der Ratssitzung am Mittwoch bekommen, nachdem er seine Annahmeurkunde als neuer Bürgermeister der Gemeinde Laer unterschrieben hat (wir berichteten). Noch Gelegenheit lange zu feiern, hatte das Ehepaar an diesem Abend allerdings nicht mehr, denn bereits am nächsten Tag nimmt der frisch gebackene Gemeindechef schon um 7 Uhr seinen Dienst in der Verwaltung auf. Dort spricht er zunächst mit den Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros, um einige Zeit später in seinem Büro zu landen, dessen Mobiliar der neue Hauptverwaltungsbeamte von seinem Vorgänger übernommen hat.

„Ich werde es mir noch ein bisschen netter und persönlicher einrichten“, kündigt der 43-Jährige an. Aber vermutlich kommt der ehemalige Studiendirektor an seinem ersten Arbeitstag nicht dazu, denn gleich am 1. Oktober gibt es doch einige Termine für den Verwaltungschef.

So wird dieser während einer Personalversammlung am Mittag alle 37 Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung kennenlernen. Zur Belegschaft gehören nicht nur die Männer und Frauen des Hauses, sondern auch die des gemeindlichen Bauhofs. Wegen der Corona-Pandemie ist die Zusammenkunft in der Turnhalle vorgesehen.

„Ich lege großen Wert auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, betont Manfred Kluthe im Gespräch mit dieser Zeitung. Wichtig sei ihm auch, dass jeder Mitarbeiter am richtigen Platz säße. Dankbar ist der Wahl-Laerer dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, der mit ihm die zwei Wochen nach der Wahl genutzt hat, um die ersten Termine abzusprechen und die ersten Abläufe nach der Einführung zu erläutern.

Diese Zeit hat der „Neue“ zudem genutzt, sich von seiner Arbeit und seinen ehemaligen Kollegen in Münster zu verabschieden. Zum Dienst kann der zweifache Familienvater jetzt mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommen. Allerdings hat er schon festgestellt, dass letzteres länger dauert, weil er unterwegs häufig angesprochen wird. Doch diese direkten Kontakte gehören zum Geschäft eines volksnahen Bürgermeisters.

Natürlich könne er nicht rund um die Uhr im Dienst sein, will der ursprünglich gelernte Tischler auch Grenzen setzen. In seinem bisherigen Berufsleben habe er beispielsweise auf die „Rollenklarheit“ gesetzt und sei damit gut gefahren.

„Ich bin die Dichte von Menschen gewöhnt“, betont der frühere Lehrer, dass er es 14 Jahre lang mit bis zu 300 Menschen am Tag zu tun gehabt habe. Seine Kontaktfreudigkeit und Offenheit kämen ihm dabei sicherlich zugute. Dass Kluthe „klasse unterrichtet“, „stark innoviert“, „motiviert“ und sich „eingesetzt“ hat, haben ihm auch die ehemaligen Kollegen in ihrem Abschiedsgeschenk – einem Fotoalbum – bestätigt. Zuspruch, der den geborenen Bürener beflügelt und für seine neuen Aufgaben gestärkt hat.

„Sie haben den Laden zusammengehalten und manche Eisen aus dem Feuer geholt“, würdigt Kluthe den Einsatz der Verwaltungsleitung und der gesamten Belegschaft während der Vakanz an der Spitze. Auch die stellvertretenden Bürgermeister Gerrit Thiemann und Margarete Müller hätten die Gemeinde würdig vertreten.

Sie dürften froh, darüber sein, dass der Neue seinen Dienst vier Wochen vor der konstituierenden Ratssitzung – diese soll am 4. November (Mittwoch) stattfinden – angetreten hat. Das verschafft dem Ersten Bürger ein bisschen Luft, die Dinge ruhig und bedacht anzugehen, und sich in die Verwaltungsmaterie einzuarbeiten.

Mit den drängenden Problemen wird Kluthe gleich an seinem ersten Arbeitstag konfrontiert. So stehen der Besuch in der Grundschule sowie eine Begegnung bei Daßmann in Holthausen an. Dort will sich der Bürgermeister am Abend den Bürgern persönlich vorstellen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Regelmäßige Stammtische möchte Kluthe demnächst auch in Laer anbieten.

Ob er demnächst noch viel Zeit für seine Hobbys Laufen, Radfahren und Tabata (Intervalltraining) hat, bleibt abzuwarten. Eins steht für Kluthe allerdings schon fest. Die Mittagspause wird er zuhause bei seiner Frau Nina und den Töchtern Mia und Emma verbringen, die ihm viel Kraft geben und weiterhin unterstützen werden. „Es ist ein Gefühl von Frühling“, beschreibt Manfred Kluthe am Ende des Gesprächs seine optimistische Haltung, die er für den neuen Job gut gebrauchen kann.

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