Pfarrer Andreas Ullrich bittet die Bürger um ihre Unterstützung
Der Baum der Wünsche

Laer -

Mit der „Aktion Wunschbaum 2020“ möchte die Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi, Kindern in Laer, deren Familien es finanziell nicht so gut geht, zu einem Weihnachtsgeschenk verhelfen. Dazu ruft Pastor Andreas Ullrich auf, der sich durch ähnliche Initiativen in Nachbarorten inspirieren ließ. Der Wunschbaum steht in der Bartholomäuskirche. Zudem gibt es noch eine Aktion für große Wünsche.

Freitag, 04.12.2020, 18:39 Uhr
Pfarrer Andreas Ullrich zeigt den Wunschbaum, der in der Pfarrkirche St. Bartholomäus steht und schon mit einigen Wunschzetteln behangen ist. Der Seelsorger hofft, dass noch viele folgen.
Pfarrer Andreas Ullrich zeigt den Wunschbaum, der in der Pfarrkirche St. Bartholomäus steht und schon mit einigen Wunschzetteln behangen ist. Der Seelsorger hofft, dass noch viele folgen. Foto: abi

Weihnachten naht mit Riesenschritten. Die Vorfreude besonders der Kinder auf das Fest wächst. Schließlich ist es nicht nicht nur die Zeit der Liebe und Familien, sonder auch der Geschenke. Doch nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden. Manchmal lässt die finanzielle Situation, die durch die Corona-Pandemie teilweise noch verschärft worden ist, es für Eltern nicht zu, Präsente zu kaufen. In diesen Fällen möchte die Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi mit dem „Wunschbaum 2020“ einspringen. Inspiriert durch ähnliche Initiativen in Nachbarorten, wie beispielsweise in der Stadt Horstmar, hat Pfarrer Andreas Ullrich die Idee aufgegriffen und fürs Ewaldi­dorf ins Leben gerufen. Er bittet die Laerer Bürgerinnen und Bürger zu helfen, damit zumindest ein Wunsch dieser Kinder in Erfüllung geht. Alle, die dabei mitmachen wollen, können sich einen Wunschzettel vom Wunschbaum, der seit dem 1. Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Bartholomäus steht, pflücken und in den Geschäften vor Ort erfüllen

„Das Ganze geschieht möglichst diskret, niederschwellig und ohne irgendjemanden bloßzustellen“, betont der Geistliche im Gespräch mit dieser Zeitung zum Verfahren. Dabei schauen sich die Verantwortlichen der Laerer Einrichtungen der Kinder-und Jugendhilfe, wie beispielsweise die Kindergärten und die offenen Ganztagsschule, um, welche Kinder und Jugendliche Unterstützung gebrauchen können, weil sie in einem eher finanzschwachen Haushalt aufwachsen. „Sie erkundigen sich – natürlich auch in Rücksprache mit den Eltern – nach deren Wünschen und füllen für jedes der Kinder ein Formular auf Laer-online“, beschreibt der Seelsorger die weitere Vorgehensweise. Dabei würde der Vorname (eventuell Anfangsbuchstabe des Nachnamens) und die Institution benötigt. Zudem wird der Wunsch des Kindes – möglichst mit Bild gebraucht. Die Preisobergrenze liegt bei 30 Euro. Der Wunsch des Kindes wird mit einer Codenummer an den Weihnachtsbaum in der Bartholomäuskirche gehängt.

Die Bürger nehmen sich dann einen Wunschzettel von der Tanne, gehen in das entsprechende Geschäft und kaufen oder bestellen das Geschenk dort. Wer möchte, kann auch noch eine Karte mit einem Gruß beilegen. Das jeweilige Geschäft reicht das Präsent mit dem eventuellen Gruß und dem Wunschzettel (Codenummer) an die Kirchengemeinde beziehungsweise den Caritasausschuss weiter. „Vor Weihnachten können die Geschenke – möglichst kontaktarm – am Pfarrzentrum abgeholt werden“, schildert Pfarrer Ullrich den nächsten Schritt. Anhand der Codenummer auf der Bestätigungsmail ließen sich die jeweiligen Kinder identifizieren und die Geschenke könnten ihnen so zugeordnet werden.

Zudem gibt es noch eine Aktion für große Wünsche. Dabei werden die Laerer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe unterstützt. Diese sollten ein entsprechendes Online-Formular ausfüllen. Auch diese Wünsche werden an den Wunschbaum gehängt und können dann von Unternehmen und Vereinen abgepflückt werden. Da viele Betriebe und Geschäftsleute in diesem Jahr auf ihre Weihnachtsfeiern verzichten müssten, seien sie eventuell bereit, das „gesparte“ Gelde für eine gute Sache zu spenden, hofft der Seelsorger. Er warnt davor, eigene Wunschzettel mit Namen an den Baum zu hängen. Schließlich müsse die Anonymität gewahrt bleiben.

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