Neue Pläne der Gemeinde Laer und der WertArbeit Steinfurt für Wäscherei an der Hohen Straße
Bei Claas geht es weiter

Laer -

Nachdem Marita und Eberhard Claas ihre Wäscherei an der Hohen Straße Ende 2020 aus Altersgründen aufgegeben haben, gibt es jetzt eine Nachfolgelösung. So hat die WertArbeit Steinfurt, das Sozialunternehmen des Kreises, dort übergangsweise eine Annahmestelle für Wäsche eingerichtet. Auf Dauer soll noch mehr Leben in das Ladenlokal einkehren. Das wünscht sich jedenfalls Bürgermeister Manfred Kluthe.

Mittwoch, 03.03.2021, 17:52 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 10:14 Uhr
Eberhard Claas ist 1973 mit seiner Frau Marita nach Laer gekommen. Im Jahr 1982 haben die Eheleute das Haus an der Hohen Straße, in dem sich früher der Lebensmittelmarkt Nolte befand, gekauft. Mit seinem selbst gemalten Bild hat das Gründungsmitglied des Fördervereins bis heute für das Ewaldidorf geworben.
Eberhard Claas ist 1973 mit seiner Frau Marita nach Laer gekommen. Im Jahr 1982 haben die Eheleute das Haus an der Hohen Straße, in dem sich früher der Lebensmittelmarkt Nolte befand, gekauft. Mit seinem selbst gemalten Bild hat das Gründungsmitglied des Fördervereins bis heute für das Ewaldidorf geworben.

Ob die beiden Kirchen, das historische Rathaus, Potthoffs Mühle oder der Ewaldi­bach, die Gemeinde Laer hat einiges zu bieten. „Das muss man doch was draus machen“, meint Eberhard Claas , der es bedauert, dass es im Ewaldi­dorf einige Leerstände gibt. Um so glücklicher sind der 81-Jährige und seine Frau Marita, dass es für ihre Reinigung und Wäscherei an der Hohen Straße eine Nachfolge gibt. So hat die WertArbeit Steinfurt, das Sozialunternehmen des Kreises Steinfurt, ihre Bereitschaft signalisiert, das Ladenlokal zu übernehmen und übergangsweise eine Annahmestelle für Wäsche eingerichtet.

„Damit wird die Dienstleistung für die Bürger vor Ort erhalten und ein Leerstand des Ladenlokals verhindert“, erklärt Bernd Moorkamp von der Geschäftsführung der WertArbeit, der den Kontakt zu den Eheleuten vor einigen Wochen aufnahm, nachdem er von deren Rückzugsplänen gehört hatte. Glücklich über die Initiative des Sozialunternehmens zeigt sich Bürgermeister Manfred Kluthe . Schließlich ist ihm besonders daran gelegen, dass die Lebendigkeit des Ortskerns von Laer auch künftig erhalten bleibt.

„Leerstände und damit wegbrechende Dienstleistungen sind immer ein Problem“, betont der Gemeindechef, der froh ist, dass die Gemeinde mit der WertArbeit einen geeigneten Partner gefunden hat, der bereit ist, sich vor Ort zu engagieren. Um die Dorfentwicklung weiter voranzutreiben, wollen sich Bürgermeister Kluthe und Verwaltungsmitarbeiter Daniel Matlik von der Stabstelle Marketing um Fördermittel bemühen, die helfen sollen, die Leerstände zu beseitigen und mit innovativen Konzepten zu füllen. Erfahrungen damit hat die WertArbeit, die deswegen ein interessanter Partner für die Kommune ist.

Ganz wichtig ist aber auch, dass Eberhard und Marita Claas offen für Neuerungen in ihren Geschäftsräumen sind, die über eine Größe von 65 Quadratmetern verfügen. Mitten im Dorf gelegen war ihre Reinigung und Wäscherei immer ein beliebter Anlaufpunkt, der zudem auch den sozialen Kontakten diente. Obwohl die Claas jetzt in den Ruhestand gehen, soll das auch künftig so bleiben, sind sich die Kooperationspartner einig.

„Man könnte hier auch Kunst und Kultur anbieten“, meint Eberhard Claas, der selbst künstlerisch aktiv ist. Der gelernte Weber, der später zum Werbefachmann umschulte, gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Laer. Deswegen liegt ihm die erfolgreiche Entwicklung der heimischen Geschäftswelt auch heute noch am Herzen.

Angetan vom Konzept des Domkontors in Billerbeck zeigt sich Bürgermeister Kluthe. Dabei handelt es sich um einen ehrenamtlich geführten Genossenschaftsladen im Herzen der Stadt, der im November 2014 eröffnet worden ist. Träger der Einrichtung ist die Bürgergenossenschaft „Innenstadt Billerbeck“, der neben den Ausstellern, für die die Mitgliedschaft verpflichtend ist, viele Billerbecker Bürger angehören. Mit seiner Mischung aus traditionellen Handwerkserzeugnissen, Kunsthandwerk, Schmuck, Dekoration und Accessoires, bis hin zu ausgewählten regionalen Produkten, stellt die Einrichtung eine ideale Ergänzung zum bestehenden Einzelhandel dar. Künstlern und Kunsthandwerkern aus der Region wird dort eine Plattform geboten, ihre Produkte zu vermarkten.

Ein Modell, das sich der Gemeindechef auch für das Objekt an der Hohen Straße vorstellen könnte und wünschen würde. Mit im Boot sitzen auf alle Fälle die Eheleute Claas, die über ihrem Laden wohnen und alles begrüßen, was zur Belebung von Laer führt. „Die Räume werden nicht leer stehen“, kündigt Bernd Moorkamp an, dass auch die WertArbeit offen für neue Ideen ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7848043?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F174%2F
Nachrichten-Ticker