Alternative Verkehrsführung „Freisenbrock IV“: Bau- und Umweltausschuss beschließt Machbarkeitsstudie
Fachleute ermitteln, was möglich ist

Laer -

Die künftige Erschließung und Verkehrsführung für das neue Wohnbaugebiet „Freisenbrock IV“ wurden am Mittwoch in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses diskutiert. Die CDU-Fraktion hatte dazu einen Antrag gestellt, in dem die Anfertigung einer Machbarkeitsstudie durch ein Fachbüro gefordert wurde. Die Bündnisgrünen formulierten zu diesem Antrag einen Änderungsantrag, der jedoch keine Mehrheit fand.

Donnerstag, 25.03.2021, 19:43 Uhr aktualisiert: 25.03.2021, 19:50 Uhr
Viele Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Mittwochabend in der Kleinen Turnhalle. Einige von ihnen unterzogen sich vor Beginn der Sitzung einen von der Gemeinde Laer kostenlos bereitgestellten Corona-Selbsttest.
Viele Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Mittwochabend in der Kleinen Turnhalle. Einige von ihnen unterzogen sich vor Beginn der Sitzung einen von der Gemeinde Laer kostenlos bereitgestellten Corona-Selbsttest. Foto: Matthias Lehmkuhl

Wie soll die Erschließung und die Verkehrsführung für das neue Wohnbaugebiet „Freisenbrock IV“ künftig aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Mittwochabend der Bau- und Umweltausschuss. Die Sitzung fand wieder unter coronabedingten Einschränkungen in der Kleinen Turnhalle statt. Die wenigen Besucherplätze waren diesmal aufgrund des großen Interesses der Bevölkerung an den Sitzungsthemen frühzeitig ausgebucht. Die Gemeinde stellte kostenlos Corona-Selbsttests zur Verfügung, die jedoch nicht verpflichtend waren.

Die CDU-Fraktion hatte im Vorfeld einen Antrag zum neuen Wohngebiet gestellt. Sie stellte sich eine südliche Erschließungsstraße zwischen der L 550 entlang des Baugebietes „Freisenbrock IV“ bis zur Bültstiege vor. Dabei sollte besonders der sichere Weg zur Werner-von-Rolevinck-Grundschule berücksichtigt werden.

Das sei für viele vom Individualverkehr geplagte Einwohner von großem Interesse. Die Straße biete eine Perspektive zur Entlastung des Ortskerns vom Berufsverkehr der Anwohnenden im südwestlichen Teil von Laer. Auch eine langfristige Wachstumsperspektive für den Ort sei über diese Erschließungsstraße gegeben, begründete die CDU-Fraktion die in ihrem Antrag geforderte Machbarkeitsstudie. Die Fraktion der Bündnisgrünen formulierte in ihrem Änderungsantrag zum CDU-Antrag, dass sie zunächst die Kosten einer derartigen Machbarkeitsstudie und wie lange so etwas dauern könnte, erfahren wolle. Außerdem sollten die Auswirkungen auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit untersucht werden. Die Liberalen verlangten ein Gesamtverkehrskonzept für alle Wohngebiete in Laer. Die Sozialdemokraten forderten, dass das Bauleitverfahren für das neue Baugebiet durchgezogen und das Verkehrskonzept getrennt von dem eigentlichen Baugebiet erarbeitet wird. Der Stellvertretende Ausschussvorsitzende Dr. Matthias Heuermann ( CDU ) machte den Bündnisgrünen den Vorwurf, dass sie sich eine Umgehungsstraße und nicht wie die CDU eine Zuwegung zum neuen Baugebiet vorstelle.

Während einer fünfminütigen Sitzungsunterbrechung wurde den Zuhörern eingeräumt, sich zu dem bisher diskutierten Sachverhalt zu äußern. „Ich wohne seit 50 Jahren an der Eichendorffstraße, die nicht als Erschließungsstraße gebaut wurde, aber während der Entwicklung neuer Baugebiete als solche genutzt wurde“, stellte Christoph Prange fest. Bereits vor zehn Jahren sei die Straße durch den Bauverkehr so stark zerstört worden, dass sie auf Kosten der Anlieger saniert werden musste. Deshalb befürchten die Anwohner, dass wieder extremer Bauverkehr einsetzt, die Straße erneut in Mitleidenschaft gezogen wird und sie wieder auf den Kosten hängen bleiben.

Gegen die Stimmen der Bündnisgrünen beschloss der Ausschuss, dass das Planungsbüro pbh aus Osnabrück eine Machbarkeitsstudie anfertigt, in der die Planungsvoraussetzungen, der Flächenerwerb, die Gesamtkosten und der zeitliche Ablaufplan erarbeitet wird.

Allen Ausschussmitgliedern war bei der Zustimmung zur Machbarkeitsprüfung wichtig, dass die Bebauung des Freisenbrocks IV dadurch nicht verzögert wird.

 

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