Matthias Fraune aus Laer wird gemeinsam mit zwei Kollegen zum Diakon geweiht
Von der Botschaft Jesu entzündet

Münster/Laer -

In einem festlichen Gottesdienst hat Bischof Dr. Felix Genn den Laerer Matthias Fraune und seine Mitbrüder Tobias Eliert und Lars Rother im St.-Paulus-Dom in Münster zu Diakonen geweiht. Der 54-jährige Verwaltungsfachangestellte aus dem Ewaldidorf erfüllt sich mit der weiteren Ausbildung einen Lebenstraum. Er wird als Diakon in der Propsteigemeinde St. Remigius in Borken tätig sein.

Montag, 19.04.2021, 17:05 Uhr aktualisiert: 19.04.2021, 17:10 Uhr
Als Zeichen der Hingabe an Gott liegen Tobias Eilert (l.) und Lars Rother (r.) ausgestreckt vor dem Altar, Matthias Fraune verbeugt sich.
Als Zeichen der Hingabe an Gott liegen Tobias Eilert (l.) und Lars Rother (r.) ausgestreckt vor dem Altar, Matthias Fraune verbeugt sich.

In einem festlichen Gottesdienst hat Bischof Dr. Felix Genn am Sonntag Matthias Fraune (54) aus Laer, Tobias Eilert (26) aus Ochtrup und Lars Rother (25) aus Geldern im St.-Paulus-Dom in Münster zu Diakonen geweiht. „Lass unser Herz brennen, wenn Du zu uns redest.“ Dieses Wort, angelehnt an das Lukasevangelium, hatten die drei Männer über ihre Weihe gesetzt, mit der für sie nun eine weitere Station auf ihrem Weg zur Priesterweihe in 2022 erreicht ist.

Bischof Genn griff in seiner Predigt die Emmaus-Erzählung auf, in der zwei Jünger auf ihrem Weg dem auferstandenen Jesus begegnen. Ihre zunächst mutlosen Herzen seien neu entflammt worden. „Das Wort, das Sie für Ihre Diakonenweihe ausgewählt haben“, wandte sich der Bischof an das Trio, „basiert auf der Erfahrung von Menschen, für die Jesus der Mittelpunkt ihres Lebens geworden war.“

Genn brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die drei Männer sich mit ihrer Entscheidung dem Wort Gottes und seiner Botschaft verschreiben. Es sei die besondere Stärke eines Diakones, Beziehungen zu stiften und für die Menschen da zu sein, die am Rand der Gesellschaft stehen. „Gerade in dieser Zeit, in der es so viel Not und Leid gibt, dürfen wir diesen Aspekt der Hingabe des Wortes an die Bedrängten und Verwundeten niemals vergessen“, betonte Genn.

Abschließend wünschte er den künftigen Diakonen, „keinen Tag, ohne dass Sie gesagt haben: Lass unser Herz brennen, wenn Du zu uns redest.“

Matthias Fraune, Tobias Eilert und Lars Rother hatten zuvor vor der Gemeinde ihre Bereitschaft zum Dienst als Diakon bekundet. Durch stilles Handauflegen des Bischofs wurden sie anschließend geweiht. Schließlich bekamen sie Stola und ihr liturgisches Diakon-Gewand, die Dalmatik, übergezogen. Bischof Genn überreichte ihnen das Evangeliar und begrüßte sie in ihrer neuen Verantwortung. Er dankte auch all jenen, die die neuen Diakone auf ihrem Weg begleitet und unterstützt hatten.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten jeweils nur einige Menschen aus den jeweiligen Lebensstationen der drei Männer dabei sein. Für alle anderen wurde die Feier ins Internet übertragen.

Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes übernahmen unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Lauer ein Vokalensemble der Dommusik, das Instrumentenensemble Midori Goto sowie die Schola der Klarissen am Dom. Die Orgel spielte Domorganist Thomas Schmitz.

Sein Diakonatsjahr wird Matthias Fraune in der Propsteigemeinde St. Remigius in Borken absolvieren.

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