Lengerich
„Essen in der Schule macht Spaß“

Montag, 26.11.2007, 17:11 Uhr

Lengerich . „Essen in der Schule macht Spaß.“ Davon sind Jutta Sagemüller und Kris Steinbeck überzeugt. Immer mehr Schüler teilen diese Meinung mit ihnen. Sichtbar wird das an der steigenden Zahl an Mittagessen, die in der Cafeteria des Hannah-Arendt-Gymnasiums (kurz Café-HAG) verzehrt werden. Was vor sieben Jahren als Pausen-Kiosk begonnen hat, stillt jetzt mehr als nur den kleinen Hunger zwischendurch.

Seit Beginn des Schuljahres steht ein Verein hinter diesem Verpflegungsangebot. Namentlich Jutta Sagemüller und Kris Steinbeck haben sich in diese Aufgabe reingekniet. „Ohne die Unterstützung des Kollegiums, namentlich durch Heide Seipelt-Höhn und Holger Hagedorn , wäre das alles nicht möglich“, sagt die Vorsitzende des HAG-Freundeskreises, Jutta Sagemüller. „Ganz wichtig sind die ehrenamtlichen Helfer, gerade aus den Reihen der Eltern“, ergänzt die Schulpflegschafts-Vorsitzende Kris Steinbeck.

Täglich werden zwischen 40 und 80 Mahlzeiten zubereitet. „Frisch“, darauf legen die beiden Frauen Wert. Genau so wichtig ist ihnen, dass vom Grundsatz vor sieben Jahren nicht abgewichen worden ist: Keine Süßigkeiten, keine Zucker-Limonaden oder Koffein-Brausen. „Bei uns gibt’s vollwertige Mahlzeiten“, betont Kris Steinbeck.

Der Speiseplan ist keineswegs langweilig. Jeweils zwei Wochen lang kommen täglich ein fleischhaltiges und ein vegetarisches Menü auf die Karte. „Und dann gibt noch die Specials“, fügt Jutta Sagemüller hinzu. Das ist eine bayerische Woche gewesen, eine Halloween-Woche. Und zum Gesundheitstag am HAG gab’s Obst und Müsli in vielen Variationen.

400 Brötchen gehen über die Theke – Tag für Tag. „Das Ambiente soll auch Appetit machen“, sagen die beiden engagierten Mütter. Auch da beweisen sie einen langen Atem. Nach und nach wird’s kuscheliger in der Pausenhalle vor dem Café-HAG.

„Wir haben einen Gang höher geschaltet“, sagen sie selbstbewusst. Dass die Kinder immer jünger werden, die über Mittag in der Schule bleiben (müssen), können sie nicht verhindern. „Dann muss eben versucht werden, diese Zeit möglichst gut zu überbrücken“, sagt Kris Steinbeck. Mittags gehört dazu einfach eine vollwertige Mahlzeit.

Ein Garant dafür ist Peter Kleyer. Der ist nicht nur Vorsitzender des Cafeteria-Vereins, sondern auch Koch von Beruf. Und als solcher ist er in seiner Freizeit eine unverzichtbare Hilfe für das Team. „Ob Hygiene-Schulung, Erklärungen zu den Nahrungsmitteln, deren Verarbeitung und das appetitliche Anrichten der Portionen: Er ist ein Profi und es ist unglaublich, was er an ehrenamtlicher Arbeit leistet“, zollt ihm Jutta Sagemüller höchstes Lob.

Die Bemühungen um ein qualitativ hochwertiges Mittagessen haben sich im Preis niedergeschlagen. „Wir sind mit 2,20 Euro gestartet“, sagt Kris Steinbeck. Doch Dampfgarer, Tiefkühl-Komponenten und andere Investitionen haben ihren Preis. Hinzu kommt, dass mit Anke Merz eine 400-Euro-Kraft im Café-HAG tätig ist. 2,50 Euro kostet jetzt ein Mittagessen. In Relation zu dem, was auf den Teller kommt, ein mehr als fairer Preis. Dafür spricht allein schon die stetig steigende Zahl der Gäste.

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