Lengerich
Enkel spielt, Oma und Opa halten sich fit

Montag, 07.04.2008, 17:04 Uhr

Lengerich . Kaum ein halbes Jahr alt und schon in aller Munde. Der Generationenpark gilt landauf, landab als Musterprojekt. Die Einrichtung mit Spielplatzcharakter für alle Generationen erfährt immer mehr überregionale Aufmerksamkeit. Jüngstes Beispiel: Der Kölner Stadtanzeiger berichtete unter dem Titel „Hier darf auch der Opa rutschen“ über die Pläne von Troisdorf, der größten Stadt im Rhein-Sieg-Kreis, eines Spielplatzes für Senioren.

Der Artikel ist großzügig aufgemacht mit einem Bild vom Generationenpark in Lengerich. Darin geht es um die Bemühungen des Ratsherrn Leo Müller , vor dem demografischen Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung neue Angebote zu schaffen. Müller formuliert seine Zukunftsvisionen so: „Während der Enkel rutscht, trainieren Oma und Opa an seniorengerechten Fitnessgeräten“. Dabei geht es ihm um Einrichtungen in Wohngebieten. Er blickt dabei nach China, wo es ganz natürlich ist, das ältere Menschen in der Öffentlichkeit ihre Turnübungen machen. Und in Spanien gebe es schon über 50 Outdoorparks mit entsprechenden Fitnessgeräten.

Der Kölner Stadtanzeiger schreibt dann: „So weit muss man allerdings nicht fahren, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie ein Seniorenspielplatz aussehen könnte. In Lengerich bei Münster wurde im vergangenen Jahr ein Generationenpark in Betrieb genommen. Tische, Bänke, Platz zum Boule spielen und Rasenfläche gibt es dort. Und eben rund ein halbes Dutzend Trainingsgeräte.“

„Wir freuen uns natürlich über diese Resonanz“, erklärt Wilhelm Möhrke , Vorsitzender des Stadtmarketingvereins Offensive. Der hat den Generationenpark ins Leben gerufen. Die Idee ist als Siegerprojekt aus dem Wettbewerb der Westfälischen Nachrichten hervorgegangen. Die Umsetzung gelang, weil fast die gesamte Finanzierung aus Spendengeldern der Bevölkerung sowie aus Arbeitsleistungen und Unterstützung heimischer Unternehmen erfolgte. Ein echtes Bürgerprojekt. „Das allerdings noch nicht fertig ist. Wir haben noch einige Pläne“, verrät Möhrke. Dazu gehören beispielsweise ein Kletterfelsen und Spieleeinrichtungen für Kleinkinder. „Wir hoffen nach wie vor auf Unterstützung und weitere Spendengelder. Wenn die fließen sollten, können wir weiter machen“.

Zahlreiche Medien haben inzwischen schon über den Generationenpark berichtet, weitere werden noch folgen. Zudem war die Seniorengemeinschaft Münster in Lengerich zu Gast. In der Domstadt soll eine ähnliche Einrichtung entstehen. Was vor gut einem Jahr keiner für möglich gehalten hat, ist eingetreten: Der Generationenpark ist ein echter Knaller. Das beweisen jeden Tag wieder die vielen Besucher. In der Planung ist derzeit ein Veranstaltungsprogramm. In den Sommermonaten wird es viele interessante Angebote geben, zum Mitmachen oder einfach nur zum genießen.

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