Lengerich
Regen stoppt Segelflieger

Mittwoch, 23.07.2008, 17:07 Uhr

Lengerich . Segelflieger aus ganz Deutschland trafen sich jetzt am Segelflugplatz in der Hüttruper Heide zum Euro-Cup 2008. Als Veranstalter hatte Klaus Reinhold nach Greven eingeladen. Am ersten Flugtag wählten der am Wettbewerb beteiligte Meteorologe Carsten Lindemann (Berlin) mit Klaus Reinhold aufgrund der Wetterlage einen Kurs in Richtung Nordost. Bis 18 Uhr war eine Landung auf dem Flugplatz Achmer bei Osnabrück geplant.

Nach dem gemeinsamen Start vom FMO trafen sich alle Segelflieger an einem vorher festgelegten Punkt in der Luft. Von da aus hatten die Piloten die Aufgabe, im Rahmen der Wettermöglichkeiten und des verbleibenden Zeitraumes möglichst viel Streckenkilometer zu fliegen. Der Pilot, der die größte Strecke geflogen hat, bekommt zehn Punkte. Einen Zusatzpunkt erhält jeder Pilot, wenn er bis 18 Uhr gelandet ist. Die erreichten Strecken werden über GPS ermittelt und durch einen Rechner festgehalten, so dass nach jedem Flug eine Auswertung gemacht wurde.

Am ersten Tag gewann Wilfried Grosskinsky im Nimbus 4DM, einem Einsitzer. Klaus Reinhold und Christian Büge landeten nach 402,8 Kilometern mit dem Doppelsitzer ASH 25 EB28 im vorgegebenen Zeitfenster mit zehn Punkten auf dem zweiten Platz. Pünktlich servierten Hildegard und Hartmut Stodtko das Abendessen.

Am zweiten Tag ging es nach Vorgabe durch das Wetter in Richtung Südosten. Carsten Lindemann musste bei unsicherer Wetterlage einen Zielflugplatz vorgeben, der auch am nächsten Tag weitere Flugmöglichkeiten hergab. Der Lufttreffpunkt lag über Höxter im Weserbergland. Ziel war Marburg.

Dieser Tag brachte wider Erwarten bessere Flugbedingungen als vorhergesagt. Klaus Reinhold und Christian Büge entschieden sich für einen Kurs, der sie am Rhein und ein Stück entlang der Mosel führte. Bei leichtem Rückenwind von 15 Stundenkilometern erreichten sie den Zielpunkt. Nach pünktlicher Landung kamen sie mit 470,8 Kilometern auf den vierten Platz hinter Helga und Carsten Lindemann, die einen Kilometer weiter geflogen waren.

Die Wetterlage gestaltete sich immer schwieriger. Es schien fast unmöglich, in geeigneter Reichweite einen für den nächsten Tag startfähigen Flugplatz festzulegen. Schließlich wurde der stadtnahe Flugplatz Bamberg ausgesucht. Von Marburg ging es zum Lufttreffpunkt Schameder im Hochsauerland. Danach freies Fliegen mit dem Ziel, die Thermik so auszunutzen, dass eine möglichst große Distanz zurückgelegt wird konnte. Klaus Reinhold und Christian Büge kamen nach 575,5 Kilometern pünktlich in Bamberg an. Das brachte zehn Punkte und den zweiten Platz.

Am nächsten Morgen hingen die Regenwolken tief über der Stadt. So wurde Bamberg besichtigt. 24 Stunden später stand fest, dass die kleine Hoffnung auf Wetterbesserung nicht erfüllt worden war. Der Euro-Cup fand so seinen Abschluss.

Die Siegerehrung und Abschlussfeier fand auf dem Flugplatz Schweinfurt statt. Sieger war Wilfried Grosskinsky aus Köln mit seinem Einsitzer. Eine schönen zweiten Platz erreichten Klaus und Christian im Doppelsitzer. Als Dritter kam Manfred Albrecht mit seiner Frau Gitti auf das Podest. Insgesamt sind die Teilnehmer in drei Tagen 8497,6 Kilometer geflogen.

Der Wettbewerb wurde, obwohl das Wetter nicht ganz mitgespielt hatte von den Teilnehmern als gelungen betrachtet. Im nächsten Jahr wird eine Fortsetzung des Euro-Cups angestrebt.

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