Lengerich
„Ein gutes Beispiel“

Montag, 29.09.2008, 18:09 Uhr

Lengerich . Sie kommen von weit her, um den Generationenpark in Augenschein zu nehmen. Die Anlage vor der Gempt-Halle erregt bundesweit Aufsehen. Durch bürgerschaftliches Engagement und mit einem klaren Konzept ist ein Vorzeigeprojekt entstanden, wo sich Menschen aller Altersklassen wohl fühlen können. Das spürten auch Vertreter der Stadt Troisdorf , die jüngst zu Gast in Lengerich waren und sich beeindruckt zeigten. „Was wir hier gesehen haben macht uns Mut, so ein Objekt selbst auf die Beine zu stellen“, gestand Rolf Bertsche , Leiter des Sozial- und Wohnungsamtes der Stadt im Rhein-Sieg-Kreis.

Aufmerksam geworden auf Lengerich sind die Troisdorfer durch Medienberichte. „Vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels sind bei uns Überlegungen im Gange, wie wir unsere Stadt für alle Generationen attraktiver gestalten können. Hier sehe ich ein gutes Beispiel“, stellte Bertsche im Gespräch mit Bürgermeister Friedrich Prigge fest. Der freute sich über die Gäste vom Rhein: „Solche Besuche kommen selten vor. Das zeigt, dass wir mit dem Projekt genau richtig liegen“.

Die Entwicklung des Generationenparkes stellte Lothar Augé detailliert vor. Er erinnerte an die Idee, die im Stadtmarketingverein „Offensive“ geboren wurde. Daraus entwickelte sich die Teilnahme am Wettbewerb der Westfälischen Nachrichten „Ideen fördern“, der aus dem Anlass 60 Jahre Tageszeitung durchgeführt wurde. Dabei wurde das Projekt Generationenpark mit dem ersten Preis bedacht.

„Da können wir eine Menge abkupfern“, gestand Ulrike Tesch, die Demografiebeauftragte der Stadt Troisdorf. Besonders beeindruckend empfand sie die Einbindung der Bürger. „Wir haben von der ersten Minute an versucht, die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt mit ins Boot zu nehmen und deren Wünsche und Ideen zu berücksichtigen. Wir wollten eine Einrichtung, in der sich alle wohlfühlen“, schilderte Jürgen Kohne, Geschäftsführer der „Offensive“ und Leiter des Bürgermeisterbüros in der Stadtverwaltung.

Bei einem Rundgang durch den Generationenpark lernten die Gäste aus Troisdorf die einzelnen Bereiche kennen. „Wir betonen ausdrücklich, dass es sich hier nicht um einen Spielplatz handelt, sondern um einen Begegnungspark für alle Altersklassen, wo man sich trifft und wo man sich auch bewegen kann“, erklärte Lothar Augé.

Er machte deutlich, dass sich der Generationenpark in einer ständigen Weiterentwicklung befindet. „Sobald wieder Geld vorhanden ist, werden wir weitere Einrichtungen schaffen“, bemerkte der Planer, wobei er stolz darauf hinwies, dass die Kosten ausschließlich durch Spenden und Sachleistungen abgedeckt worden seien. „Es ist kein einziger Cent aus öffentlichen Mitteln in dieses Projekt geflossen“.

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