Lengerich
Jubiläumsfest mit vielen Gästen

Montag, 27.10.2008, 19:10 Uhr

-fms- Lengerich . 75 Jahre Neuapostolische Kirche Lengerich – dieses Jubiläum feierte die Gemeinde mit zahlreichen Besuchern im Kirchengebäude am Aldruper Damm mit einem Tag der offenen Tür und einem bunten Programm. Zudem bot die Veranstaltung Informationsmöglichkeiten über die Gemeinde und den neuapostolischen Glauben sowie einen Überblick über die Organisation der Neuapostolischen Kirche.
Die Gemeinde Lengerich war die erste, die es im näheren Umfeld gab. Sie fand 1929 in der Wohnung der Familie Wulfekötter im Mühlenweg ihren Anfang, die eigentliche Gründung ist auf 1934 datiert. In diesem Jahr erklärte Bezirksapostel Hermann Dietrich Magney sie für eigenständig. Der Kirchenraum blieb vorerst in der Mühlenstraße.
1949 wurde das Gebäude auf Grund vieler neuer Gemeindemitglieder, die aus der ganzen Umgebung kamen, erweitert. Die hohen Besuchszahlen aus Ibbenbüren und Tecklenburg führten schließlich 1964 zur Gründung eigener Kirchengebäude innerhalb der Städte. Die ibbenbürener Gemeinde ist weiterhin erhalten, während die Tecklenburger 2006 wieder mit der Lengericher Kirche fusionierte, gleichzeitig mit der Gemeinde Hasbergen-Gaste. Edgar Frobieter, bis dato Vorsteher der beiden nun mit Lengerich zusammengeführten Kirchen, wurde Leiter der Gesamtgemeinde Lengerich, was er bis heute ist.
Edgar Frobieter begrüßte am Tag der offenen Tür die Gäste und Mitglieder. Bürgermeister Friedrich Prigge wünschte der Neuapostolischen Gemeinde alles Gute für die Zukunft und überreichte ein Aquarell.
Neben der Kinder- und Jugendarbeit sind die Musik und die musikalische Erziehung wichtige Bereiche der Gemeindearbeit. Während der Festlichkeiten stellten sich die verschiedenen Gruppen kurz vor.
Seit Jahrzehnten gehört der Instrumentalspielkreis zur Neuapostolischen Kirche, ebenso wie der Gemeindechor. Neuere Projekte sind der Kinderchor und die musikalische Früherziehung, die von freiwilligen Helfern angeboten wird. Diese Gruppen präsentierten gemeinsam den wichtigsten Programmpunkt: Das Kinder Mini-Musical „ Jericho “ nach der biblischen Geschichte vom Einzug der Israeliten in die Stadt unter der Führung Josuas.
Vor der hohen Stadtmauer stehend zweifelt das Volk Gottes plötzlich daran, dass es ihm gelingen wird, in die Stadt einzuziehen. Josua (gespielt von Markus Naaz) versichert ihnen: „Wir haben einen starken Gott“ und überzeugt die Gemeinde auf diese Weise, nicht aufzugeben und auf Gott zu vertrauen. Mit Erfolg: Nach sieben Tagen brechen die Stadtmauern, die Israeliten ziehen nach Jericho ein.
Markus, der Sohn des Lengericher Priesters Holger Naaz, erklärte dem Publikum die Moral der Erzählung: Jeder wird ab und zu auf Mauern stoßen in seinem Leben, auf Gott zu vertrauen könne dabei helfen, sie zu überwinden. Die Zuschauer belohnten die monatelange Vorbereitungsarbeit mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen.
Das Stück unter der gestalterischen Leitung von Beate Termath und Christine Krafft sowie der musikalischen Leitung durch Torsten Marasus und Gaby Kramer überzeugte vor allem durch die hübschen Kostüme und die für einen Kinderchor sehr ausgefeilte musikalische Darstellung. Das Musical nach Gertrud und Dirk Schmalenbach war in Gronau zum 100-jährigen Bestehen der dortigen Gemeinde uraufgeführt worden, danach noch einmal in Rheine und schließlich in Lengerich. Am 8. November ist es in Nordhorn zu sehen.
Um den mitwirkenden Kindern und Jugendlichen eine abschließende Freizeit bieten zu können, baten die Organisatoren um finanzielle Unterstützung durch die Zuschauer. Der Nachmittag klang bei Kaffee und Kuchen in gemütlichem Rahmen aus.

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