Lengerich
Warnfarbe Gelb

Mittwoch, 13.10.2010, 05:10 Uhr

Lengerich - Wenn der Mais auf den Feldern geerntet wird, herrscht Hochbetrieb auf Straßen und Wirtschaftswegen. Schwere Feldhäcksler und Treckergespanne sind - auch bei Dunkelheit - unterwegs. Damit die land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen besser und schneller erkannt werden, sind ab sofort gelbe Rundumlichter zulässig. Sie sollten auf das Dach der Fahrerkabine montiert werden.

Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung hat die Bezirksregierung Münster in Abstimmung mit dem nordrhein-westfälischen Innenministerium im Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster publiziert.

Folgende Details sind von den Land- und Forstwirten zu beachten:

Sämtliche zugelassenen land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen dürfen vom 1. September bis zum 31. März mit gelben Rundumleuchten ausgerüstet werden. Außerhalb dieses Zeitraums muss das Licht abgedeckt oder demontiert werden. Das Rundumlicht ist ganztägig beim Fahren auf öffentlichen Straßen sowie bei Zu- und Abfahrten zum und vom Feld zu benutzen.

„Ich halte die Rundumleuchte grundsätzlich für positiv“, urteilt Heinz Haarlammert (60). Für den Polizei-Hauptkommissar dient das gute Stück der Verkehrssicherheit. Bislang ist die Lampe stillschweigend geduldet worden.

Der Beamte von der Lengericher Wache kennt sich mit der Landwirtschaft auf, hält für den grünen Berufsstand, den ADAC oder den Deutschen Verkehrssicherheitsrat Vorträge. Ehrenamtlich. Thema: „Land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge im Verkehr.“

Gleichwohl warnt Heinz Haarlammert: „Die gelbe Rundumleuchte ersetzt nicht die vorgeschriebenen Warntafeln, beispielsweise bei Breit- und Zwillingsbereifung oder bei Anbaugeräten.“ Die neue Regelung beziehe sich nur auf die Land- und Forstwirtschaft, nicht jedoch auf selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie Maishäcksler oder Mähdrescher.

Für ganz wichtig hält der Polizist die Ladungssicherung. „Die ist so zu sichern, dass auch bei Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nichts herabfallen, verrutschen oder umfallen kann.“ Die Verantwortung liegt beim Fahrer, Halter und Verlader. Es drohen Bußgelder zwischen 35 und 390 Euro sowie drei Punkte.

Weiterer Tipp von Heinz Haarlammert an die Erntefahrer: Pausen einhalten. Bei Überbreiten der Maschinen (mehr als drei Meter) ist eine Ausnahmegenehmigung mit entsprechenden Auflagen erforderlich.

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