Lengerich
Wunschlos und glücklich

Samstag, 12.02.2011, 05:02 Uhr

Lengerich - Ein leichtes Kopfschütteln begleitet die Antwort von Christa Winter auf die Frage, wer sie denn nach der Aktion als erstes zu Gesicht bekommen werde. „Die Nachbarinnen“, hat die 56-Jährige gesagt. Ein Zufall, denn just für den Termin zur Vorher-Nachher-Aktion bei Friseur Udo Lindemann und im Fotohaus Kiepker war das nachbarschaftliche Frauentreffen angesetzt. „Ich musste ja sagen, warum ich nicht komme“, ergänzt die Lengericherin.

Am Ende sind es dann doch nicht die Nachbarinnen, die als erste eine restlos zufriedene Kandidatin zu Gesicht bekommen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Christa Winter am Morgen danach. „Die Frisur klappte wunderbar“, fügt sie hinzu. Damit ist für sie wahr geworden, was sie am Nachmittag davor im Salon Lindemann gehofft hat: Dass es morgens vor dem Spiegel schnell geht mit der mittelblonden Haarpracht.

Beworben hat sich die Mutter zweier erwachsener Kinder, „weil ich gerne bei Gewinnspielen mit mache“. In diesem Fall hat sie gar nicht mehr an die WN-Aktion gedacht. „Mein Mann Edmund war am Telefon“, erinnert sie sich. Für den Gatten nichts überraschendes „weil ich öfters was gewinne“. In diesem Fall hat Christa Winter auf eine Reise gehofft. Mit etwas gutem Willen kann man die Fahrt nach Hohne zum Salon von Udo Lindemann so sehen.

„An die Vorher-Nachher-Aktion habe ich überhaupt nicht mehr gedacht“, gibt sie offen zu. Warum sie sich beworben hat? „Ich musste bestimmt dringend zum Friseur“, lacht sie.Christa Winter vor der Aktion. Foto: Kiepker

Zeit dafür werde es, wenn es morgens vor dem Spiegel nicht mehr so schnell klappe, wie sie es wolle. „Das muss bei mir fix gehen, auch im Urlaub“, ist die 56-Jährige keine Freundin stundenlanger Badezimmer-Aufenthalte.

Die Krause soll drinbleiben, die Frisur soll „flott aussehen“, pflegeleicht sein, nicht zu kurz ausfallen und „der Grundton soll bleiben“. Friseurin Madita hört mit zustimmendem Nicken zu. Sie schlägt Strähnchen vor - akzeptiert. Die Haarspitzen müssen der Schere weichen - geht in Ordnung. Madita hält einen Spiegel hinter den Kopf von Christa Winter, erläutert ihre Vorstellungen. Der Pony muss kürzer - da sind sich die beiden Frauen sofort einig.

Gabi Lindemann kommt dazu. Die Ansätze tönen, ein paar Strähnchen rausnehmen, Spitzen schneiden, ein bisschen Kupfer-Ton darf auch ins Haar. „Etwas Sieben-Vier“ sagt sie mit Blick auf eine Farbtafel. Die Kandidaten nickt zustimmend. Sie fühlt sich wohl, das ist ihr anzumerken.

Beim Make-up will sich Christa Winter überraschen lassen. „Da habe ich keine Wünsche“ will sie die Vorschläge der Fachfrauen auf sich zukommen lassen. „Kein blasser Typ, wir werden ein Tages-Make-up machen, etwas dezent“, fasst Gabi Lindemann zusammen. Die etwas geröteten Stellen sollen ebenfalls „weggenommen“ werden - der Salon ist gut geheizt.

Mit neuer Frisur und tadellos geschminkt geht´s für Christa Winter zum Fotohaus Kiepker. Dort wird die Lengericherin von den Profis ins rechte Licht gerückt. Immer wieder wird der Auslöser gedrückt, kommen leichte Korrektur-Anordnungen. Dann sind die Fotos im Kasten. Christa Winter fährt nach Hause. Den Nachbarinnen ist es dann doch zu spät geworden. Ihr Mann ist begeistert. „Sehr zufrieden“, so fasst die 56-Jährige ihre Gefühle zusammen.

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