Lengerich
Mit Eisbär und Pinguin

Samstag, 24.12.2011, 02:45 Uhr

Lengerich - 50 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Stadtfeldmark nahmen im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) an der Kinderuniversität zum Thema Klimawandel teil. Über 200 Teilnehmer folgten gespannt der Vorlesung von Dr. Anna Wegner und Fernando Valero . Die zitierten aus ihrem Kinderbuch „Um die Welt in einer Nacht“ und belegten die Aussagen in einer Dia-Show. Die beiden Autoren sind Klimaforscher am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.

Sie nahmen ihr Publikum mit auf die Reise als Begleiter für Pinguin Paul und Eisbär Napoleon, die in den einzelnen Erdteilen dem Klimawandel auf die Spur kamen. Den Kindern fiel sofort auf, dass Pinguine in der Antarktis, Eisbären in der Arktis zu Hause sind. Erste Station war die Heimat der Eisbären.

Die Erwärmung der Erde lässt die Gletscher und das Eis der Meere schmelzen und den Meeresspiegel ansteigen. Den Eisbären bleibt dadurch nicht genug Zeit, ihre Jungtiere aufzuziehen. Der Mensch bringe immer mehr Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan in die Atmosphäre. Dadurch steige die Temperatur auf der Erde. Auch Überschwemmungen seien eine Folge. Der Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere verändere sich, erfuhren die Kinder. Diese Veränderungen haben auch Auswirkungen auf den Menschen.

Nach dem Vortrag zeigten die Wissenschaftler, welche Ausrüstung ein Polarforscher braucht, um eine Expedition gesund zu überstehen. Acht Schüler durften in die typische Kluft schlüpfen um zu erfahren, wie sich der dicke Overall, die Spezialhandschuhe oder die kompakten Stiefel anfühlen.

Höhepunkt war die Live-Schaltung zur Neumayer-Forschungsstation in der Antarktis zu dem Experten Dr. Eberhard Kohlberg. Die wissbegierigen Schüler hatten Gelegenheit, ihre in der Schule formulierten Fragen an den Polarforscher zu richten, der sie kindgemäß beantwortete. Die Pennäler zeigten Kompetenz und schnitten wichtige Themen an. Kohlberg zeigte sich beeindruckt: „Es waren viele gut durchdachte Fragen dabei.“

Bei verschiedenen Umweltexperimenten in der Klimawerkstatt mit Wasser durften die kleinen Nachwuchsforscher interessante Fragen im Praxistest beantworten. Jetzt konnten sie ihr physikalisches Vorwissen - beispielsweise ob ein Eiswürfel mit oder ohne Salzhaube schneller schmilzt - einbringen.

Die Deutsche Stiftung Umwelt (DBU) lud in ihrer Wanderausstellung mit acht Themeninseln und Experimentierstationen zu einer Wissensrallye mit konkreten Lösungsansätzen zum Schutz von Klima und Umwelt ein. Durch ihre interaktiven Mitmachelemente wurde eine Brücke vom Wissen zum Handeln geschlagen, heißt es in dem Bericht.

Im Sinne einer nachhaltigen Bildung erfuhren die Grundschüler eigene Handlungsoptionen (Motto: lokal handeln - global denken). Jeder entscheide letztlich selbst, ob er den Einkaufskorb klimafreundlich füllt und welches Verkehrsmittel er zur Fortbewegung wählt.

Die Mädchen und Jungen anstiften, als Naturschützer aktiv zu werden und so zum Klimaschutz beizutragen: Das ist laut Mitteilung der Schule ist die Zielsetzung der Lehrerinnen Ika Grünewald, Ursula Vogelpohl und Gudrun Heemann.

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