Der kleine Horrorladen
Blutige Geschichte wird großartig präsentiert

Lengerich -

das Publikum wurde mitgerissen: Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 11 des Hannah-Arendt-Gymnasiums präsentierte das St[ck @Der kleinen Horrorladen.

Montag, 18.06.2012, 23:06 Uhr

Der kleine Horrorladen : Blutige Geschichte wird großartig präsentiert
Der Literaturkurs des HAG präsentiert „Der kleine Horrorladen“. Foto: Frederike Blömker

Glauben Sie wirklich, Pflanzen seien friedvolle und harmlose Geschöpfe? Diese Frage zielt auf die Problematik des temperamentvollen Musicals „Der kleine Horrorladen “ des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 11 unter der Regie von Referendarin Melanie Littek , das die Zuschauer in der Studiobühne des Hannah-Arendt-Gymnasiums völlig mitriss.

Direkt nach Einführung in das Stück durch Sprecher Günter Mond tanzten, wie aus heiterem Himmel, singende Darsteller auf die Bühne, die sich in den herunter gekommenen Blumenladen von Mr. Mushnik (Tom Beyer) verwandelt hatte. Jeder Darsteller präsentierte passend zur Rolle ein individuelles Outfit. Dazu gehörten auch die Frisuren.

Die Geschichte des kleinen Horrorladens, die schon 1986 von Frank Oz in den USA verfilmt wurde, spielt in einem ärmlichen Stadtteil, in dem der Blumenladen von Mr. Mushnik liegt. Im Geschäft herrscht Leere und vor der Tür hängen lediglich Obdachlose rum.

Kurz vor der Insolvenz greift das Schicksal ein. Der schüchterne Angestellte Seymour (David Ernst) entdeckt eine außergewöhnliche Pflanze. Nachdem er das fragwürdige Prachtwerk „Andrey zwo“ nach Kollegin Andrey (Friederike Holtmann), der Frau seiner Träume, benannt und ins Schaufenster gestellt hat, wird das Geschäft von Schaulustigen gestürmt.

Die Pflanze wächst in rasantem Tempo durch Seymours Geheimnis: Er nährt die Pflanze durch etwas Blut aus seinen Fingern. Doch irgendwann reicht sein Blut nicht mehr, Seymor benötigt mehr Menschenblut.

Mit zahlreichen Spezialeffekten ist das Musical spannend und schwungvoll inszeniert. Allerdings beinhaltet die Aufführung viele Lacher, wie beispielsweise in den selbst gereimten Liedern. Highlight der Vorstellung ist die menschengroße, sprechende Pflanze, die von den Schülern selbst hergestellt wurde. Aber auch andere gute Ideen wie die kleine Leinwandvorstellung oder der lässige BMX-Fahrer sind ausgezeichnet umgesetzt worden.

Besonders amüsiert hat sich das Publikum über die unsicheren Monologe von Seymour. Mit der Aussage „Das war richtig toll!“ beschrieb eine Zuschauerin die Aufführung wohl am besten.

Die stellvertretende Schulleiterin Angelika Heitmann lobte: „Dass eine Referendarin so ein tolles Stück so großartig präsentiert, ist bemerkenswert.“ Nach lautem Beifall erklärt Regieleiterin Melanie Littek, dass die Schüler beim Musical über sich hinaus gewachsen sind.

Für die Vorstellung am Freitag, 22. Juni, um 18 Uhr gibt es Karten an der Abendkasse oder in der Pausenhalle des HAG erhältlich.

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